Gedanken

Gedanke

Dann, wenn ich die Wahl habe, ob ich das volle oder das leere Glas nehmen möchte, nehme ich mir das leere.

Gedanke

Soheit

Was ich tun kann, das tue ich nach Möglichkeit,

sobald sich eine Gelegenheit dazu ergeben hat.

Dazu gebrauche ich keine weiteren Hilfsmittel.

Wenn es so weit ist, dass ich doch einmal eines brauchen kann,

dann werde ich es mir einfach beschaffen gehen.

Gedanke

Pulsierende Lebenskraft

Ein Moment der Konzentration besteht,

aber der Geist eines Menschen würde nicht dauerhaft zu bannen sein.

Niemand kann das leisten.

Keiner hat den erforderlichen Grund dazu,

um sich so sehr zu verletzen.

Gedanke

Sich in einer Phase der Vorbereitung auf etwas zu befinden, das bräuchte nichts Verkehrtes zu sein. Dabei kann man seine Kräfte mobilisieren. Manches Gute wird so wahr.

Gedanke

Beständigkeit des Gegebenen

Sich so anzunehmen, wie man vorkommt und da wäre, das soll auf Dauer gesehen gut sein. Da erfährt man mit der Zeit etwas über sich. Man lernt es zu bestehen, weil man an sich zu glauben beginnt. Was soll da für uns noch eine Schwierigkeit darstellen! - Manchen Schlüssel zu einem eigentlichen Glück haben wir bereits erworben. Da bedürfen wir keiner weiteren Dinge, um das Leben anzugehen. Endlich kommen wir zu Streich. Das wird gut. Da hoffen wir es, dass wir nicht auf die Nase fallen würden. Doch sogar dabei kann man Glück haben.

Gedanke

Ein Zugang zum Menschen

Jeder möchte es so haben, dass man ihn respektvoll behandelt. Auch wir wollen von unseren Mitmenschen etwas Gutes erfahren. Da nehmen wir an manchen Treffen mit Freunden teil. So einiges wird dabei gesprochen, aber es wird auch gelacht und etwas ausbaldowert. Da schmiedet man seine Pläne, bespricht sich dazu mit den anwesenden Personen und beschaut das Eigene. Da wird es etwas zu tun geben. Manche Aufgabe erhalten wir so.

Gedanke

Begib Dich zur Ruhe, wenn Du müde bist.

Alles wäre so in Ordnung, wie es ist.

Gedanke

Irrtum

Wir erschauen die Menschen,

erkennen sie aber vornehmlich allein nur so,

als wären diese Gegenstände,

bar einer eigentlichen Natur.


Das soll so wahr sein.

Jedoch befindet sich da ein Licht im Auge,

ein Klang im Gehör,

ein Gespür im Tasten eines Menschen.

Er hat da eine Vorliebe in der Form seines Geschmackes

und auch ein Empfinden für einen Geruch.


Da sind alle so beseelt wie wir.

In uns geht eine Erkenntnis auf.

Da verbindet sich etwas mit uns.

Es löst sich manches im Schmelztiegel des Unbewussten auf,

anderes erfährt erst jetzt seine Gestaltung.

Das aber würde nichts Ungewöhnliches für uns sein.

Gedanke

Innigkeit

Mit klaren Gedanken zu schweigen,

das mache ich zuweilen bei Dir.

So bekommst Du mehr Raum für Dich.

Manches wäre so überflüssig.

Impuls

Der Moment und sein Gang

Manchmal würde man es nicht wissen, wo man gerade steht. Dann wird man es allein nur erahnen können, was die Dinge bedeuten, die um einen herum geschehen. Das aber wäre kein haltbarer Zustand für uns. Darum sollen wir das abstellen. Klären wir dazu die Situation auf. Stellen wir Fragen.

Vers

Ein richtiger Gedanke

Etwas Kleineres stabilisiert das Größere.

Etwas Kleineres verstärkt das Größere.

Das Kleinere bedingt das Größere auf die Weise.

Es wird darum beachtenswert sein, dass es da ist.

Das Größere setzt sich aus kleineren Dingen zusammen.

Das Ganze davon bildet eine Ordnung.

Gedanke

Einfache Notwendigkeiten

Von Impulsen getragen werden wir auf der Bahn des Lebens gehalten oder aus ihr herausgeworfen. Dann gibt es mitunter Situationen, zu welchen wir uns einen Ruck geben müssen, um wieder auf den rechten Weg zu gelangen. Das sollen wir auch so tun, denn sonst kann etwas passieren, was gar keiner möchte.

Gedanke

Wahlfreiheit eines Menschen

Das Dasein als Mensch ist uns vorgegeben worden durch das Leben. Es sind damit gewisse Dinge fest verbunden, welche wir allesamt anerkennen möchten. Da haben wir auch eine gewisse Freizügigkeit für uns zu eigen, welche durch eine Verantwortlichkeit für uns bedingt ist. Keiner lebt das Leben an unserer statt. Wenn wir nichts daraus gemacht haben, werden wir leer ausgehen. Haben wir aber etwas Verkehrtes getan, so werden wir auch dafür zur Rechenschaft gezogen. So will es das geltende Recht, was freilich vollkommen in Ordnung ist.

Impuls

Was Du bereits erhalten hast, das hast Du Dir einmal so eingerichtet. Der Vorgabe folgt darum Dein Weg. So wirst Du es kaum verlieren müssen, was Dir jetzt noch davon verblieben ist.

Idee

Hemmnisse

Es würde nicht die allein entscheidende Frage sein, was uns etwas einbringt. Wir sollen es auch in Erfahrung bringen, woher es stammt. Warum verfügen wir heute darüber? Geht das alles mit rechten Dingen zu?

Spruch

Idealismus

Hoppelnd springt der Hase übers Feld.

Er ist so schnell, dabei kriegt er kein Geld der Welt

dafür,

das arme Tier.

Jedoch rennt, springt und hoppelt er doch

noch

immer.

Gedanke

Schwer müht sich manch einer ab während seines Daseins. Wahrlich, es würde das Leben nicht immerzu leicht zu nehmen sein. Man kann es sich jedoch zu jeder Zeit schwerer machen, als es sonst eigentlich wäre.

Gedanke

Dummheit

Dann, wenn Du nach der Nadel im Heuhaufen gesucht hast, tust Du gut daran, das Heu gerade nicht als Stroh unter die Leute zu bringen. Es wird keine gute Nahrungsquelle für das Vieh sein. Zudem wird das kein gutes Zubrot für Dich bedeuten. Zwar verkleinert sich so der Heuhaufen, doch findest Du kaum alle Nadeln.

Gemein ist es aber, wenn man jemandem solche Nadeln ins Heu hineinwirft. Da verendet das Vieh daran. Zudem kommt derjenige so in einen schlechten Ruf, welcher es verfüttert hat.

Im Grunde wird er das Heu verbrennen müssen, um nachweisen zu können, das solche Nadeln darin vorgekommen sind. So findet man sie etwas leichter und übersieht sie auch kaum. Die Asche wird sie enthalten. Jedoch verliert er gleichzeitig das Futter für sein Vieh. Da wird er arm und leidet manche Not.

Impuls

Entfremdung

Süß säuseln die Sirenen. Trickreich ist ihr Wesen. Ungeahnte Kräfte setzt das frei. Die Ketten werden schwerer mit jedem Mal, dass man sie spürt.

Wehre Dich gegen ihr Wort. Setze es außer Kraft. Gegen das Säuseln aber würdest Du nicht ankommen. Darum mache Gebrauch von der Sache, der Sprache nimm Dich an. Die Ketten aber wirst Du dennoch zu spüren bekommen. Freilich ist es besser, Du weißt darum. Ob es einen Ausweg für Dich gibt, das erfährt so noch immer Beachtung vor Dir.

Jede Regung Deines Sinnes vernehme. Jeden Gedanken erkenne an. So kannst Du es bald richten. Schüttle das Gewicht der Ketten von Dir. Lass Dich in keinen Schlund hinabziehen. Erwehre Dich dagegen, dass Du Dir fremd wirst.

Aphorismus

Der Anfang des Gegebenen

Stehen wir am Anfang der eigenen Dinge, so erscheinen sie uns auch in einem besonderen Licht.

Alles Weitere wird dadurch etwas verzögert,

dass wir uns davon aufhalten lassen,

weil es uns beeindruckt.

Ein solches Innehalten macht aber einen Menschen aus.

Gedanke

Manche Dinge sind für uns wegen gewisser Vorkommnisse im Dasein zurecht vorgegeben. Der Mensch würde sich dem nicht entziehen können, was ihn bedingt hat. Eine gültige Konstellation der Dinge soll fortbestehen. Hat der Mensch sie erst einmal erkannt, wird er sich vielleicht nach einem solchen Wissen ausrichten.

Bedenken

Das Günstige ist das Gute

Auf welche Weise handeln wir Menschen? Geschieht es zurecht, was wir da tun? Wie kann man für sich eine Aufgabe im Dasein finden, welche einem auch wirklich liegt? Welche Fragestellung wird mir das klarmachen, was ich tun möchte und auch wirklich tun kann?

Wie soll ich mit solchen Fragen umgehen, welche sich mir da manchmal einfach gestellt haben?

Gedanke

Um eine Sache richtig zu machen, soll man sie überhaupt erst einmal tun. So wird man es in Erfahrung bringen, wo man mit seinen Dingen steht. Würde das noch nicht zu etwas Gutem ausreichen, was man dabei leistet, dann soll man es beim nächsten Mal besser machen. Man mache sich es klar, dass das etwas Mögliches sein wird.

Gedanke

Der Mensch ist ein Teil der Erde. Seine Unabhängigkeit von ihr ist bisher noch immer nicht auf Dauer zu beweisen gewesen.

Idee

Der Mensch hat Teil an der Menschheit. Wenn es da eine Strahlung gibt, welche von einem Feld ausgeht, dann werden das die Beziehungen zwischen uns Menschen sein. Menschen strahlen allein nur auf Menschen aus. Jedes Lebewesen ist eine Dimension für sich.

Gedanke

Wer, wenn nicht ich das tun möchte, wird denn zuständig dafür sein, um es zu bestimmen, dass meine Lebenskraft für das Dasein ausreicht? Warum sollte ich sie nicht überwachen? Was, wenn nicht der Umstand, dass ich das zu leisten versuche, würde mein Bestehen als Mensch zurecht ausmachen?

Gedanke

Allein nur damit der Kopf endlich wieder gerade auf dem Hals sitzt, soll es schon etwas Wert sein, sich rechtschaffen zu verhalten.

Affirmation

Die gegebenen Worte sind zu verstehen. Das soll unsere Aufgabe sein. Dazu hat man sie zu beleuchten. So geschieht es, dass wir deren Wert für uns erkennen. Ohne ein inneres Licht bei sich zu vernehmen, kann keine Auffassung des Gegebenen stattfinden. Spüren wir es erst einmal, was da ist, so setzt das auch voraus, dass da etwas vorkommt, was spürt. Was ist das? Ja, wer sind wir? - Manche Lebendigkeit des Geistes rührt aus seinen Fragestellungen.

Gedanke

Die Freiheit würdest Du nicht erhalten, wenn Du sie von anderen für Dich einforderst. Eine Freiheit muss man sich zu nehmen wissen, um sie wirklich zu besitzen. Was man Dir aber erst noch geben muss, damit Du es für Dich einsetzen kannst, das wird man Dir genau so leicht auch vorenthalten können. Im Grunde wirst Du solange erpressbar durch andere sein, wie Du keine Konsequenz für Dich daraus zu ziehen vermagst, dass Du es bist, auf den es ankommt.

Gedanke

Was soll es, sich nichts vom eigenen Leben zu erwarten? - Das Los eines Menschen wird doch auch durch ihn geprägt.

Gedanke

Die Bewegung der Aufklärung stößt dort an ihre Grenze, wo nichts seinen Bestand behalten hat.

Idee

Voraussetzungen

Eine Grundvoraussetzung zur Durchführung einer gelungenen Stunde der Arbeit am eigenen Werk wäre und bliebe die vorherige Waschung des Leibes und eine Bereinigung der dafür vorgesehenen Umgebung. Da richten wir es uns gut ein.

Gedanke

Auch ein kleineres Herz verspürt die Erquickung einer guten Tat getreulich.

Gedanke

Das Joch des Lebens zu ertragen ist dumm. Aber den Dümmsten gehört nun einmal die Welt. Leer ausgehen möchte ich keineswegs.

Ansage

Du kannst alles machen oder nichts tun. Dazwischen gäbe es nichts. Im Grunde kannst Du es gleich lassen.

Dokumentation

Der richtige Moment

Sieben Sekunden gebe ich mir

für einen Atemzug,

für eine Haltung,

für einen Sitz.

Wenn das zu nichts geführt hat,

lasse ich es sein.

Idee

Vers I.

Meer und Wind,

Licht und Schatten.

Sie spenden Dir manchen Freiraum in Gedanken.

Mit Getöse rauscht der Wellenschlag der Brandung gegen den Fels.

Tiraden von Wasserfunken versprüht die Gischt.

Stellst Du Dir das einmal vor,

bist Du imstande es zu verstehen.

Klarheit und Fülle,

Reichtum und Soheit.

Dies alles kommt da vor.

Denkst Du vielleicht auch bei Dir, das würde nichts sein, so bedeutet es doch Lebendigkeit.

Vorgang

Das ist 'trippy'

Verborgen ist das Licht bei Dunkelheit.

Schließt Du die Augen, nimmst Du es wahr.

Hältst Du Deinen Atem dabei erst einmal ein,

wird etwas entstehen,

was es gibt.

Mit geschlossenem Mund sitzt Du da

und bist.

Dabei ziehst Du alles auf Dich

und kommst vor.

So hältst Du still,

und es bewahrt sich Dir, was Dir bereits gegeben ist.

Dann lässt Du wieder ab davon

und es geschieht.

Bald darauf wird es wahr sein,

dass etwas dabei ist zu entstehen.

So gibt es das.

Du erkennst das

und bist da.

So kommst auch Du Dir

mit etwas Eigentlichem vor.

Vers

Unabhängigkeit

Ein Erstes kann ich, wenn ich nichts zu sagen haben würde und nichts wüsste.

Dann werde ich von dem sprechen, was da sein wird und begnüge mich unterdessen mit jenem Menschen, welcher mir begegnet.


Ein Zweites kann ich, wenn die Götter mich vergessen haben, ich allein bin und keine Hoffnung mehr bei mir aufgekommen ist.

Dann spreche ich mit den Menschen und würde nicht auf meiner eigentlichen Ansicht beharren.


Ein Drittes kann ich, wenn der Zorn mich getroffen hat und ich gestraft werden soll.

Dann veredle ich mein Benehmen, damit keine Schuld mich trifft.


Ein Viertes kann ich, wenn man mir die Gelenke in Fesseln gelegt hat.

Die Weise singe ich dann, sodass die Fesseln gesprengt werden und ich wieder unter den Himmeln wandere.


Ein Fünftes kann ich, wenngleich es nichts von Bedeutung sein würde.

Ich spreche frei von meinem Dasein und greife mir dabei an den Fuß.

Gedanke

Das Schicksal

Wenn die Realität eine ist,

die es geben kann,

warum besteht dann ein Wandel der Welt fort?

Was hat da noch Bestand bei uns?


Muss ich mich immerzu dem bereits Gegebenen beugen?

Was wird dann aus mir werden,

wenn ich einmal solch einen krummen Buckel habe?

Werde ich so etwa zu einem besseren Menschen?

Gedicht

Der wahre Wert

Egal, ob es kalt oder warm ist,

Hauptsache es wäre Wasser.


Egal, ob es nah oder fern ist,

Hauptsache es wäre Feuer.


Egal, ob sie leicht oder schwer ist,

Hauptsache es wäre Luft.


Egal, ob sie reichhaltig oder öde ist,

Hauptsache es wäre Erde.