Hatha - Eine Kosmologie des Grauens

Intro

Ansprache

Realität ist Gestaltung.

Es möchte der Autor und Kunstmaler Mathias Schneider Sie auf seiner Internetseite mit der eigenen Textsammlung zum Gebiet des Yoga hiermit herzlich begrüßen. Diese Schrift ist im Laufe vieler Jahre entstanden. Er hat sie bei sich zuhause zur Auswertung eigener Erfahrungen im Umgang mit seiner Leidenschaft für das Yoga und die daran angrenzenden Disziplinen erstellt. Zusätzlich zu den Texten gibt es hier einige Bilder zu sehen, welche in der Werkstatt Schneiders von ihm hergestellt worden sind. Viel Freude wünscht er Ihnen dabei, hier etwas zu verweilen und diese Dinge zu verkosten.

Kirche in Spanien, Aquarell, getuscht, gewachst

Affirmation

Eine Ordnung einhalten

Sonderwege sind oftmals auch Irrwege gewesen.

Folge dem eigenen Geist nach mit Deinem Sein. Dein Gedanke sei bei ihm. Was Du Dir gedacht hast, bringe Dich mit ihm in Verbindung. Es stellt die Essenz davon dar, wer Du bist und was Du sein kannst. Bleibe darum, wer Du bist. Sei, was Du sein möchtest. Das hat bereits zu etwas Gutem bei Dir ausgereicht. Halte diesen Bezug aufrecht.

Daraufhin haben wir eine Sprache gestaltet, welche uns etwas bedeutet hat. Wir haben sie eingesetzt, um bei uns dafür zu sorgen, dass wir umzusetzen wissen, was uns gewahr geworden ist.

Jene Beispiele unserer Arbeit haben etwas zu eigen, was uns gut gefallen hat. Dann möchten wir uns gerne daran erinnern, was wir getan haben, weil es für etwas Rechtes ausreichend gewesen ist. Das Einhalten einer Ordnung hat uns dazu gebracht, dort Argumente einzusetzen, wo andere allein nur mehr geschrien haben. Da haben sie es an die Nerven bekommen und sind unbrauchbar geworden. Verbrannt sind bei ihnen alle Sorgen, aber auch eine Sorgfalt hat sich so nicht mehr länger eingefunden.

Wir haben niemanden getadelt, allein nur weil wir festgestellt haben, was zu beobachten gewesen ist. Die Kritik ist verhallt, als die Menschen sich bequemlich verhalten haben. Sie haben sich auf uns gestürzt, dabei haben wir es recht mit ihnen gemeint. Das ist nicht gutgegangen.

Zuweilen hat man uns schon vorgeworfen, dass es Diskrepanzen gegeben hat, welche durch uns verkörpert worden sind. So geht Abgrenzung. Sie hat in eine Ausgrenzung gemündet. Genau auf die Weise ist etwas geschehen, was niemand gesehen und auch niemand verantwortet hat. Wir sind auf uns zurückgefallen und haben im Schmutz gelegen. Was nützt es da, sich zu waschen, wenn man doch allein nur etwas Schmutziges zum Anziehen hat? Was soll ein Herausputzen des Ordentlichen bei uns anderes bewirken als eine Freiheit davon, was man uns angelastet hat? - Darum haben wir eine Verzahnung davon angenommen, was uns zu eigen ist. Den Hebeln haben wir nichts entgegengehalten. Da sind wir abgefallen und haben uns von diesen Elementen gelöst. Eine Mitte haben wir bei uns gesucht und angenommen, dass sie zu jeder Zeit bestanden hat.

Gedanke

Terror und Einheit

Es hat noch niemand etwas Unmögliches so umgewandelt, dass es sich auf lange Frist erhalten hat.

Eine Kunstform, welche ihren Nucleus im Besonderen und Einzigen gefunden hat, darf man getrost vernachlässigen. Sie hat kein Thema für sich zu eigen. Eine Kultur, welche revoltiert hat, hat sich verloren. Ordnungen setzen sich über kurz oder lang bei uns durch. Das lässt sich ersehen, man hat es aber auch historisch belegen können.

Die uns bekannten Dinge stehen einander gegenüber und sollen doch miteinander zu vereinigen sein. Da sind uns ihre aktuellen Verhältnisse egal gewesen. Wir haben getan, was wir gekonnt haben, um die dafür geforderten Wertigkeiten zu erhalten. Sie haben wir proportional gestaltet. Davon hat alles in Relation zum Absoluten gestanden und ist wahr gewesen. Daraufhin hat es uns zum Verständnis davon gedient, was wir geschaut und gewichtet haben.

Sprachgestaltung

Freilassing

Die Menschen vererben einander ihre Gewohnheiten.

Zuerst nehmen wir die Haltung ein, indem wir ihr Ideal anerkennen.

Dazu halten wir sie aufrecht, wie sie für uns ist.

Dann lösen wir uns aus dieser Form und sind so, wie wir uns bereits gekannt haben.

Im Nachgang daran haben wir etwas Zusätzliches kennengelernt.

Hat uns diese Sache auch mit dem Zustand von uns konfrontiert, indem sie ihn uns vor Augen geführt hat,

so ist uns dadurch doch lediglich etwas von uns gewahr geworden, was zugetroffen hat.

Da hat unsere Wahrnehmung dazu ausgereicht, um diese Aussage zu verstehen.

Wir haben sie angenommen und anerkannt. Daraufhin ist etwas für uns wahrgeworden.

Damit, was uns zu eigen ist, gehen wir um. Damit, was uns zu eigen ist, bauen wir uns erneut auf

und versuchen so, in diesem Leben gut zu bestehen.

Egal soll es sein, welch große Steine auch in unserem Weg gelegen haben und diesen versperren.

Wer auf dem inneren Weg angekommen ist, kennt auch die inneren Hindernisse.

Da soll es sein Rüstzeug sein, mit diesen Dingen gut umzugehen und sich auf eine sinnvolle Weise für sein Glück einzusetzen.

Hemmungen sind bei uns zuhauf vorgekommen. Manchmal haben sie uns vor einer Gefahr gewarnt.

Ängste gibt es unendlich viele unter uns Menschen. Erkennen wir erst einmal unsere eigenen davon an,

können wir sie von den Ängsten anderer Leute unterscheiden und finden so zu einer Abgrenzung davon.

Jeder hat etwas zu eigen. Bestenfalls soll uns das zu einem Menschen machen.

Was niemand gebraucht hat, hat uns zuweilen schon aufgezeigt, worin unser Beitrag zum Gesamten besteht.

Weil jeder allein nur nach sich geschaut hat und weil jeder allein nur nach seiner Bestätigung gesucht hat,

verhält sich alles so bei uns. Belassen wir das, wie es ist, und kommen klar.

Zweifeln sollten wir erst einmal nicht länger. Das Wesen der Welt und die Natur eines Menschen gehen miteinander einher.

Schließen wir unsere Kraft doch einfach an uns an. Reflektieren wir ihre Opponenten.

Jeder Mensch ist so wertvoll, dass er das tun darf.

Herzlich Willkommen, Welcome, Bienvenue

Brief

Sehr geehrte Damen und Herren,

hier in diesem Buch, welches nun im Format eines frei ausgestalteten Wikis vorliegt, möchte Mathias Schneider, *1975, aus Offenburg in der Ortenau, einem Landkreis in Südwestdeutschland, der nahe bei der französischen Großstadt Strasbourg gelegen ist, Ihnen etwas davon berichten, auf welche Weise er sich mit dem recht umfangreichen Wissensgebiet des Yoga bisher befasst hat. Jene, üblicherweise von ihm angewandten Ansätze möchte er zu deren Lesung dokumentieren und so Ihnen aufzeigen, wie er diese Dinge wahrgenommen hat. Teilweise hat er dabei das Gedankengut, welches zu seiner Jugendzeit für ihn bestimmend gewesen ist, als er am Anfang mit dieser Sache gestanden hat, auch heutzutage noch anerkannt. Etwas davon ist nach wie vor gut zu verwenden gewesen.

Schneider wird Ihnen hier jedoch leider keine körperlichen Übungen aufzeigen oder erklären können. Das sollte auch gar nicht seine Aufgabe bei der Erstellung dieses Arbeitsberichtes sein. Er ist nicht von jemandem Geeigneten ausgebildet worden, welcher etwas Besonderes davon vermittelt hat, was es schon wert sein wird, dass man davon mehr, als es erforderlich gewesen ist, spricht. Andere haben das bereits zur Genüge getan. Der Autor hat so etwas mit Sicherheit nicht besser vermocht als diese.

Das kleine Wiki hier ist streckenweise ein sehr persönliches geworden. Es wird auch darum kaum für jeden Leser den gleichen Nutzwert haben können. Wer sich beim Lesen und Verweilen auf der Seite mit dem Wiki jedoch wohlgefühlt hat, soll sich ruhig mit ihren Inhalten etwas befassen. Wer sich hierzu mit der Art und Weise einer Ausprägung der Gedankengänge des Autors beschäftigen möchte, dem soll es gestattet sein, so etwas zu tun. Vielleicht wird er seinen eigenen Gedanken dasjenige, was hier aufgeschrieben worden ist, gegenüberzustellen wissen. Ein solcher Abgleich soll dafür gut sein, um etwas mit Worten Ausgedrücktes eingehend bei sich zu gewichten. Eine gewisse Auseinandersetzung mit dem Werk und dem Wort eines anderen Menschen wird voraussichtlich einmal etwas sehr Nützliches und Fruchtbares für das eigene Verständnis solcher Dinge freisetzen, wie sie hier auf dieser Seite zum Yoga schon erschienen und angesprochen worden sind.

Mathias Schneider hat diese Dinge ausgearbeitet und hernach sprachlich eingehend aufbereitet, um jene innere Bebilderung der Vorstellungswelt bei sich zu klären. Jenen Mut dazu, so etwas zu tun, hat er sich im Laufe der Zeit einfach erworben. Er hat an eine Berechtigung des Menschen geglaubt, welche es ihm gestattet, mit den eigenen Gütern eine Teilhabe von sich zu erwirken. Sie zu gestalten und sich etwas dadurch zu ermöglichen, soll aus einem Antrieb des Menschen resultieren, welcher ihm manche Gelegenheit dazu verschafft, das Wahre und Richtige anzuerkennen, wie es Gültigkeit vor uns hat. Mit Fantasie ist er da zu Werke gegangen und hat die Resultate seiner Sprachgestaltung erhalten. So ist etwas nahezu Eigenständiges an Materialien bei ihm entstanden. Seine Sache hat dadurch an Bedeutung gewonnen, dass er sie wahrgemacht hat.

Das Wiki 'Hatha' ist nach wie vor beim Autor in Bearbeitung. Um was ist es dem Schreiber dabei gegangen, während er es verfasst hat? - Er hat gedacht, dass jeder Mensch auf die Fragen seines Lebens die Antworten selbst zu finden und zu geben hat. Wir werden da kaum beeinflussen können, welche Fragestellungen das sind. Aber es soll uns bald wieder zurück auf den richtigen Weg führen, dass wir uns mit den gültigen Fragen der Gegenwart befasst und aus den entsprechenden Lektionen etwas für unser Leben gelernt haben. Das eigene Los soll uns einmal hinreichend verständlich sein, um eine Grundlage für notwendige Entscheidungsfindungen zu besitzen.

Falls diese Fragen von uns stammen und die Antworten darauf weder wissenschaftlich fundiert gewesen noch religiös abgesichert worden sind sowie auch keineswegs dem lokal üblichen Brauchtum entsprochen haben, kann man getrost von einer Stellungnahme aus dem Bereich der Esoterik sprechen. Schneider betrachtet seine schriftliche Auseinandersetzung mit dem Yoga als einen solchen esoterischen Text.

Gerade für etwas noch nicht richtig Verstandenes hat man dringend eigene Ansätze gebraucht, welche dem Menschen mit dessen gewöhnlicher Begabung und einfacher Ausstattung des Gemüts gerecht geworden sind. Solche Ansätze sollen Relevanz für das Vorwärtskommen eines Menschen in seiner tatsächlichen Lebenssituation haben. Dieser Sachverhalt gilt für den Autor genauso. Eine Möglichkeit zu einer Verbesserung der Vorkommnisse des eigenen Daseins in Betracht zu ziehen und zu überlegen, wie man einen solchen Weg auffinden und begehen kann, ist einer der Hauptgründe zur Erstellung der Schrift hier gewesen. Von Vorneherein soll der Leserschaft klar sein, dass es Mathias Schneider dabei um eine Annahme des Gegebenen gegangen ist, wie es bei ihm aufkommt. Ein solches Verhalten hat sein Dasein bedingt. Das hat ihm aber auch eine Akzeptanz davon möglich gemacht, was ihm eingekommen ist. Es ist seine eigene Idee gewesen, dank welcher er begriffen hat, wer er ist, was er hat und was er macht. Seine Gedanken dazu hat er ausgeformt und unter anderem mit dieser Schrift erhalten.

Somit hat der Autor am eigenen Beispiel eine Gelegenheit zum Schreiben von Texten über den Yoga gefunden. Da muss es etwas Einfaches sein, was er dargestellt hat, wenn eine Rezeption davon der jeweiligen Leserschaft spontan gelingen soll. Schneider ist das klar. Aus eigener Kraft hat er für sich hier solche Dinge geschaffen, wie er sie umsetzbar gefunden hat. Es wird Ihnen vollkommen zurecht manches davon auf den ersten Blick recht unkonventionell erscheinen. Fortwährend haben sein Leben und Dasein auch zu solchen Ansätzen und Betrachtungsweisen geführt, welche ungewöhnlich und eigen gewesen sind.

Das sollen grundsätzlich gangbare Wege für ihn sein, was aus seiner Bemühung resultiert hat. Er hat sie jedoch zeitweilig verlassen müssen, um wiederum mit seinem Leben gut klarzukommen. Da hat er seit geraumer Zeit mit seinen Dingen zu bestehen versucht, wie er es hier kurz angerissen hat, aber nicht alles davon im Alltagsgeschehen durchsetzen können. Manches kommt einfach wechselnd vor und erneuert sich erst wieder, nachdem man es ruhenlassen hat.

Hier auf diesem Wiki, welches über viele Jahre hinweg von ihm als ein Grundgerüst seiner Gedanken- und Ideenwelt gebildet worden ist, soll es nun um die Selbsterfahrung des Autors gehen, wie er sie überblickt hat. Der Schlüssel zu seinem Werkschaffen ist tatsächlich eine, seinen Dingen enthaltene eigene Ästhetik. Er orientiert sich dabei an den jüngeren Jahren seines Lebens, aber auch seine Jugendzeit findet zu ihrer Beachtung bei ihm, wenn er sich daran erinnert hat.

Manchen Hinweis gibt es hier zudem zu jenen Dingen aufzufinden, welche mit einer Meditation und der Ausübung einer Andacht einhergegangen sind. Was er davon beschrieben hat, hat schon einmal einen gewissen Einfluss auf seine Lebensführung ausgeübt und ihm somit schon manchen Halt verliehen.

Insbesondere jener Zustand einer Kontemplation ist für ihn als Christ einträglich gewesen. Schneider vergleicht den Begriff gerne mit dem indischen Wort Samadhi. Bei beiden ist es um eine Verinnerlichung der Wahrnehmung in Verbundenheit mit der Erfahrung eines tiefen Friedens gegangen. Davon auszugehen und sich den Frieden in der realen Situation des Alltagslebens zu erhalten, soll unserem Dasein eine gewisse Schönheit verleihen.

Damit schließt er diesen einführenden Brief nun vorerst ab und wünscht Ihnen bei der Lektüre dieser Textsammlung zu Yoga & Co. viel Spaß. So verbleibt

mit freundlichem Gruß

der Autor Mathias Schneider

Dokumentation

Der Instrumentenbauer

Manche Macken haben jene Werke, welche ich geschaffen habe. Sie kennzeichnen die Wertigkeit davon, was sie bedeuten.

Als Künstler habe ich mich zu verwirklichen versucht. Jedoch bin ich derweil zu einem Instrumentenbauer geworden. Meine Werkstücke zeugen davon.

Jene Anlagen und Maschinen, mit welchen ich mich zeitlebens intensiv befasst habe, haben erforderlich gemacht, dass ich mich dafür einsetze, wie sie zu generieren sind.

Der Umstand, dass die dazu zugehörige Erkenntnis für mich noch jung ist, hat mir gut gefallen. Seit Jahren schon halte ich am Gegenwärtigen fest und mache aus, was mir zu eigen ist. Was ich dadurch für mich gefunden habe, möchte ich anerkennen. Es sind die jüngsten Gedanken gewesen, welche ich umgesetzt habe. Das hat mich befriedet, es hat mich aber auch zu meinen Kräften zurückgeführt.

Idee

Eine Auffassung der Zeit

Am Umgang mit der Zeit, dem Timing erkennt man die Qualität eines Spielers.

In der deutschen Sprache nennen wir alles, was etwas gedauert hat, Zeit. Dabei hat diese höchst unterschiedliche Merkmale und Bezüge. Einen besonderen Bezug zu Zeit habe ich beim Schachspielen kennengelernt. Dort spricht man von den Tempi.

Jeder Zug stellt ein solches Tempo dar. Bevor man dem Gegner seine ersten Figuren weggenommen hat, verschafft man sich durch den Gewinn von Tempi Vorteile. Man bringt dazu die Einheit seiner Figuren so miteinander in Einklang, dass sie auf kurzem Wege einander beigestanden haben. Im Scharmützel erhält man Vorteile, weil man seine Stellung verbessert hat.

Einem Schachspieler ist es wichtig, zur rechten Zeit über ein Stellungsbild nachgedacht zu haben. Jedes solche Stellungsbild schafft Raum zu einem Bedenken davon, was gerade vorgegeben ist. Der Schachspieler bringt Ordnung in seine Überlegungen. Er fasst die Situation auf. Im Zweifel verbessert er das Zusammenspiel seiner Figuren. Dank dieser Strategie hat der Schachspieler bestimmte Züge im Auge, welche er favorisieren wird, sobald sein Gegner den entsprechenden Gegenzug gemacht hat. Dann erscheint sein Spielen flüssig. Die von ihm getätigten Züge ergeben einen Zusammenhang. Man erkennt die Idee dahinter.

Es ist wahrlich so, dass die theoretische Anzahl an Zügen in einem Spiel unbegrenzt ist. Jedoch ergibt sich einmal ein Vorteil, welcher zum Sieg führt, oder es entstehen unentschiedene Stellungen, die Ergebnisse Remis und Patt treten dann früher oder später in Kraft und beenden die Partie.

Das permanente Streben nach einem Vorteil setzt voraus, dass man eine Situation bewertet hat und sie in den folgenden Zügen verbessert. Dabei versetzen taktische Fehler der Gegenseite den Schachspieler direkt in eine bessere Lage. Strategische Fehler der Gegenseite wirken sich ebenso nachteilig aus, sind aber in der Regel nicht sofort spielentscheidend gewesen. Manchmal nimmt man für einen taktischen Vorteil einen strategischen Nachteil in Kauf.

Es wird beim Schachspiel also unterschieden, ob ein Zug langfristig oder kurzfristig eine Verbesserung der Situation auf dem Brett bewirkt. In diesem Bereich der Überlegungen muss man berücksichtigen, welche Bedeutung eine Friktion für die Entwicklung des Spiels hat. Das Schlagen der Figuren zermürbt den Gegner und setzt neue Verhältnisse in Kraft. Eine Übermacht ist keine mehr gewesen, sobald sie geschwächt ist. Das kann lokal geschehen und muss nicht immerzu die ganze Anzahl an Figuren betreffen. Das Zusammenspiel der Figuren entscheidet hier über den Vor- und Nachteil bei einem Austausch, dem Schlagen der Figuren.

Mit jedem Zug wandelt sich der Zustand der Parteien auf dem Feld. Kräfte werden zerschlagen, Kräfte ziehen sich zusammen.

Die Anzahl an Zügen ist das Maß für die Länge einer Partie Schach.

Impuls

Das Phänomen und seine Abstraktion

Alles, was bereits in der Welt erschienen ist, hat einen gewissen Gehalt zu eigen. Einen solchen haben die Dinge stets partiell hervorgebracht. Das sind Ereignisse gewesen, als sie so etwas getan haben.

Eine Klassifizierung der Ereignisse hat den Menschen dazu gebracht, den Dingen gewisse Phänomene anzumerken, für welche es einzelne Begriffe gibt.

Ein paar davon sollen nun benannt werden.

  • Das Gewicht als innere Größe der Materialien

  • Die Geschwindigkeit als Eigenheit aller Prozesse

  • Das Moment als Inbegriff von Energie

Für solche Begriffe gibt es nun auch davon abgeleitete Größenordnungen. Auch sie sind zu benennen.

  • Die Gewichtung - hierin verbergen sich die Erhaltungssätze mit ihren Gleichsetzungen

  • Das Tempo - hierin verbergen sich die eigenen Frequenzen mit ihren Intervallen

  • Die Kraft - hierin verbergen sich die Übertragungen mit ihren Verläufen

Gedanke

Eine Einheit und ihre Balance

Die Summe des Ganzen ist null (0). Getreu dieses Gedankens ergibt sich eine Erhaltung davon, was wir als das Ganze betrachtet haben. Es hat noch niemand etwas in die Welt hineingebracht, was nicht dort bereits veranlagt gewesen ist.

Dokumentation

Personelle Integrität

Als Erstes soll man den Menschen in seiner Einheit auffassen. Danach mache man sich ein Bild von seiner Persönlichkeit.

Mensch, erkenne Deine Bedingtheit. Stelle Dir vor, was wahrhaftig für Dich gegeben ist. Täusche Dich nicht über die Vorgaben Deiner Existenz. Erkenne den Rahmen davon an, was Dich ausmacht.

Das Bild, welches wir uns von dieser Welt gemacht haben, spiegelt uns und unsere Interessen wider. Das Bild, welches wir von unseren Mitmenschen haben, drückt aus, wie es uns mit unserem Leben ergeht und was wir davon gutgefunden haben.

Jene Urteile, welche wir bereits getroffen haben, resultieren aus unserem Umgang mit den Dingen. Sie wirken sich signifikant auf unser Wesen aus und sind darum bedeutend für das Schicksal von uns.

Wer gedacht hat, dass das Menschendasein eine Gnade gewesen ist, soll auch streng zu sich sein, denn sonst gerät alles bei uns aus der Ruhe und wird schlecht.

Impuls

Der Hintersinn

Eine Beherrschung der Materialien ist eine Voraussetzung für eine richtiggehende Entfaltung der Schaffenskraft als Mensch.

Alles hat seine Erscheinungsweise. Das Wort eines Menschen fügt sich zum Besten hinzu und ergänzt es. Dadurch erhält ein Mensch sein Gewicht bei anderen Leuten.

Manche Leute trachten danach, Bestätigung zu erhalten. Das soll rechtens sein. Was aber bereits geschehen ist, könnte nicht wiederholt werden. Darum braucht niemand einem anderen zu bestätigen, was er eh schon von sich gewusst hat. Es geht vielmehr um eine Bestätigung davon, was wir von ihm gekannt haben und wie wir ihn in unserer Rede bei anderen Leuten darstellen. Das wirkt sich aus. Daran zeigt sich, wer von den Menschen wahrhaftig gewesen ist.

Die Wahrhaftigkeit ist nun damit angesprochen worden. Sie stellt ein passables Motiv für uns dar. Der Hintersinn davon ist das Vertrauen in das Leben und die Welt, wie sie ist. Das ist alles gegeben. Mit Ehrlichkeit treten wir auf und sind bereit dazu, etwas zu gestalten. Stück für Stück ergänzen sich da unsere Werke umeinander und ergeben für die Gegenwart schon etwas Ganzes. Damit haben wir uns auf das eigene Gute besonnen.

Eine Sammlung davon, was uns etwas bedeutet hat, haben wir zu Wege gebracht und es somit gelernt, uns auf das Wesentliche zu fokussieren. Dazu ist es gegeben, so bringen wir etwas an. Mit Umsicht, Ruhe und Geduld vollbringen wir die eigenen Aufgaben. Unsere Schnelligkeit sieht man uns keineswegs an, weil sie eine verinnerlichte Größenordnung bei uns ist. Egal soll es da sein, wie wir auf andere gewirkt haben. Neutral sind wir dazu eingestellt und haben doch etwas Wahres getan. Unsere Unabhängigkeit und ihre Unabhängigkeit ist in gewisser Weise das Gleiche gewesen.

Was wir auch getan haben, wir haben dazu gestanden und etwas dabei erhalten.

Dokumentation

Weltanschauung und Bewusstsein

Als Mensch sind wir an Prozessen beteiligt. Zustand für Zustand arbeiten wir etwas ab, was es gegeben und was etwas bei uns ausgemacht hat.

Das vollständige Ganze stellt die Basis unserer Beobachtungen zum Dasein eines Menschen dar. Für es soll gelten, dass seine Summe konstant ist. Was nicht konstant gewesen ist, hat allein nur einen Teilbereich davon dargestellt. Es ist mehr oder weniger wegen seines Austauschs mit einem weiteren Teilbereich des vollständigen Ganzen geworden. Es soll daher ein Anzeichen für die Existenz weiterer Bereiche, mit welchen ein Austausch stattfindet, sein, dass etwas sich der Sache nach gemindert oder gemehrt hat.

Betrachtet man aber das Dasein eines Menschen, so fällt der Verlust des Guten daran auf. Aus diesem Grund steht auch der Mensch im Austausch. Er baut das Gute bei sich ab. Er beutet es regelrecht aus. Der Sachverhalt, welcher für das Los eines Menschen gestanden hat, ist unabänderlich vorgegeben, weil er wahr ist.

Für die Wahrheit hat gegolten, dass man sie nicht mehren könnte. Man wird lediglich ein Wissen um sie festigen können. Das soll die Aufgabe gläubiger Menschen sein. Wer seine Ideen dazu aus den eigenen Gedanken zu bilden vermocht hat, nähert sich mehr oder minder schnell an die eine Wahrheit an, welche für das Ganze gestanden hat und mit diesem gleichzusetzen sein wird. Ohne einen Rahmen dafür zu geben, was vorgegeben ist, kann es kein Wachstum an Kenntnis und sogar nicht einmal eine Mehrung der Erkenntnis geben, weil dem Menschen dann das Schema dafür gefehlt hat, wie etwas zuzuordnen sein wird. Wie aber soll er ohne ein solches Schema auskommen? - Er wird so nicht einmal zu gewichten wissen, was er für sich zu eigen hat und was ihm gegeben ist.

Es soll also etwas von uns eingestellt werden, damit wir uns zu behaupten wissen. Wir glauben an die Rechtmäßigkeit des Bestandes einer Welt, die Wahrheit des Lebens und die Einigkeit der Menschheit in diesen Dingen seit jeher. Als Mensch kommen wir vor, für die Tore der Erkenntnis haben wir einen Schlüssel gebraucht.

Das Unscheinbare ist derweil etwas gewesen, was von uns bisher aus dem Bereich der essenziellen Güter ausgeschlossen worden ist. Da hat es kaum Berücksichtigung durch uns erfahren und ist doch relevant zu einer Bestätigung davon gewesen, was dem Ganzen enthalten sein wird.

Der Analytiker schneidet die Dinge auseinander und legt sie nebeneinander. Da erscheinen sie ohne ihren Zusammenhang und sind darum, funktional gesehen, kaputt.

Was zuletzt bei uns geschehen ist, hat auch eine wichtige Bedeutung für uns zu eigen. Daran haben wir unser Joch festgemacht und die eigenen Kräfte darauf fokussiert.

Dokumentation

Eine Welt ohne Maß und Ziel

In der Welt leben wir Menschen und sind doch nicht von ihrer Art gewesen. Wir haben uns vielmehr ihren Konditionen gebeugt, aber uns so bald als möglich über diese erhoben. Ausgerechnet das Wesen des Menschen hat dazu geführt, dass diese Welt als eine besteht, in der alles Geschaffene einer menschlichen Normierung entspricht. Darin ist der Mensch bisher einzig geblieben. Kein anderes Wesen hat so etwas in solch einer umfassenden Weise getan. Damit haben wir das Paradies in einen Raum, das Dasein von uns in einen Zwang zur Formgebung umgewandelt. Alles dreht sich bei uns darum, wie wir besser vor anderen Leuten ausgesehen haben. Man spricht von der ewigen Jugend und tut alles dafür, um sie zu verwirklichen. Derweil ist die Grundlage dafür verrottet. Eine Auslöschung der Spezies, eine Entwertung von Flora und Fauna sind das größte Hindernis dabei, als Mensch ein glückliches Dasein zu führen.

Alles, was der Welt enthalten ist, wird dem Menschen früher oder später einzunehmen gelingen. Es ist nicht die Fragestellung gewesen, ob es so kommen wird, sondern entscheidend ist dabei allein nur gewesen, ab wann es so weit sein wird. Da spielen wir mit smarten Geräten und sind im Grunde bereits selbst wie diese imstande zu Ungewöhnlichem. Dank einer haptischen Regeneration hat der Mensch den Raum für sich aufgetan, um mehr daraus zu machen, was an ihm veranlagt ist. Da tut er gut daran, mit Materialien umzugehen, welche ihm schon einmal den Zugang zur Struktur eröffnet haben. Ihr Gehalt, die Information ist durch den Geist beseelt und kann am Material aufgefunden werden. Da ist Leben drin, würde ein Komödiant sagen.

Unterdessen hat eine Zeit und mit ihr das Kausale dieser Welt den Rost über die Dinge gebracht. In jedweder Form ist dieser saure Fraß aufgetreten. Wer sich ihm verschrieben hat, hat alle Fülle davon erhalten, aber auch alles dafür verkauft und verraten, was ihm einmal zu eigen gewesen ist.

Damit sind beide Mächte einander entgegengesetzt aufgetreten. Das eine hat wahrgemacht, was gewesen ist, das andere hat es bewegt und für seinen Niedergang gesorgt. Dagegen haben die Menschen mit Maß und Ziel nach einer Lösung für ihr Problem gesucht, was sie Leben nennen. Mit ihrer Ausrichtung auf das Vernünftige haben sie ihrer Krone allen Glanz verliehen, aber nichts dafür getan, eine Grundlage davon zu bewahren. Da sind die Gärten verrottet, eine Bibliothek ist eingestürzt. Was hat man davon, falls das so bleibt? Was macht etwas für uns aus und warum haben wir uns nicht dafür eingesetzt, dass etwas geschieht?