Ausarbeitungen zur Aesthetik

Impuls

Der Geist eines Menschen

Eine Sprache fließt bei uns Menschen und macht uns so lebendig, wie wir es sind. Die Worte ergeben sich dabei von sich aus im Gespräch mit Freunden. Da gestalten wir das Gegebene, finden zu uns selbst und erhalten einen eigentlichen Zugang zum Glück des Menschendaseins. Die Fragestellung, was da von den Wänden widerhallt, während wir sprechen, macht uns keine Angst. Gerne zeigen wir uns so, wie wir sind. Wir halten etwas darauf. Da erscheinen wir Menschen als Urheber von zukünftigen Gelegenheiten, weil wir das Gegebene mitgestalten.

Solch eine Ermächtigung des Menschen hat man im Sinn, wenn man sein Dasein angeht. Dazu bräuchte man sich nicht am Besitz eines anderen zu bereichern. Es genügt uns aus, was wir zu schaffen wissen. Das soll etwas sein, für das wir stehen möchten. So wird man uns vielleicht einmal in Erinnerung behalten.

Gedanke

Sein und Schein

Gewiss ist es so wahr, das uns auch die anderen Menschen etwas bedeuten. Das würde nicht unbedingt etwas Verkehrtes sein.

Doch mancher setzt auf ein Holzpferd, selbst wenn er zum Pferderennen geht. Da müssen wir lachen.

Manch einer ahmt andere nach und wird so zu deren Zerrbild. Da würde all seine Mühe nicht lohnen.

Darum soll es gut sein, nach sich selbst in diesem Dasein zu schauen.

Dokumentation

Ein trivialer Vorgang

Zur Meditation würde es nicht Weniges zu sagen geben. Jedoch würden es nicht die Worte allein ausmachen, was sie sein soll, weil diese uns nicht in gleicher Weise dazu gebracht haben, etwas zu erfahren. Die Meditation aber ist eine Sache, die Erfahrung voraussetzt.

Die eigenen Worte sind kein Beiwerk. Sie sollen ein substantieller Bestandteil des Gegebenen sein. So richten wir es ein, wenn wir etwas aussprechen. Genau so soll es auch hier geschehen, dass die Worte etwas ausmachen, was eine gewisse Gültigkeit hat. Somit soll es uns klar sein, dass es bei einer Meditation eigentlich immerzu auf die wirklichen Dinge ankommt. Sie besteht als eine Form, man braucht auch einiges an Zeit für sie. Unser Alltag besteht aus einer Vielheit der Dinge, aber bei der Meditation möchten wir uns sammeln und zu unserer Einheit finden.

Impuls

Phantasie

Eine schöne Sache ist die Liebe des Menschen zum Phantastischen. Mit dessen Zuhilfenahme kann er ganze Welten begehen, ohne von der Stelle zu weichen. Er kann sich gewisse Begebenheiten verinnerlichen, ohne wirklich dabei gewesen zu sein. Da stattet ihn seine Phantasie mit mancher geistlichen Kraft aus.

Er kann mit ihrer Hilfe manche Wahrheit selbst erkennen und es auch verstehen, warum etwas wahr sein wird. Schließlich kann er sich ja wegen dieser Gabe etwas vorstellen.

Dokumentation

Ein Plot an eigenen Frequenzen

Im Alltag komme ich gerne dazu, dem mir innewohnenden Impuls etwas an Raum zu verschaffen. Dabei versuche ich es, etwas Gescheites zu tun, von dem ich auch später noch etwas habe. Die mit meinem Leben in diesem Dasein verbundenen Impulse habe ich in meinen Bildern zumeist erhalten. Da habe ich etwas ausgestaltet, was den Techniken 'aus der Hand' und 'in einem Wurf' entspricht.

Eine Steuerung bewusst manipulierter Vorgänge macht einen Menschen nervös, wie ich finde. Da favorisiere ich doch eher ein Zulassen des Gegebenen. So erscheinen die Dinge unmittelbar und sollen echt sein. Manches Phänomen tritt dabei in Erscheinung und macht mich staunen. Solche Effekte kommen vor, weil ich sie zulasse. Das tut mir zuweilen gut. Etwas, das von sich aus vorgekommen ist, das wird auch wirklich da sein. Es ist ausgestaltet, hat aber allen Grund dazu erfahren. Darum kann es bestehen. Aus diesem Grund baue ich auf dieser Sache das Meinige auf.

Die eigenen Bilder aus meiner Werkstatt sollen also davon zeugen, dass ich mich selbst dabei enthalten habe, als ich sie gestaltet habe. Es möchte ihnen nicht sogleich schon vertraut erschienen sein, aber es ist wahr, dass ich nicht in ein Geschehen bei mir eingegriffen habe. So sind diese Zeichnungen und Gemälde getreu ihrer eigenen Natur entstanden. Sie sind für mich wie kleine Wunderwerke, weil ich sie nicht bewusst erschaffen habe, sie aber so beschaffen sind, als wären sie bewusst geschaffen worden.

Nun habe ich aber leider keine anderen Worte dafür zur Hand als diese. So gestaltet sich mein Arbeiten also aus.

Dokumentation

Ein Rest an Chaos

Streng genommen wird das Wesen der Natur eines sein, das vom Chaos zur Ordnung strebt. Von der Ordnung zum Chaos zu kommen würde dagegen nicht leicht möglich sein. Dazu wäre eine dauerhafte Vermehrung der energetischen Anteile vonnöten, was nicht gehen würde. Es widerspräche den Hauptsätzen der Thermodynamik.

Das Wesen des Menschen ist demgemäß ein die Dinge ordnendes. So erfährt er einen Progress im Leben, weil er sich dieser Vorgabe fügt. Man müsste die Prinzipien der Ordnung nicht erlernen. Man müsste sie auch nicht erwirken. So etwas entsteht von sich aus, weil es besteht. Das alles wird ein günstiger Zustand sein, der genauso günstige Wandlungen des Gegebenen mit sich bringt. Analog zur Natur findet die Tätigkeit eines Menschen statt, der sich dafür einzusetzen vermag, das Gegebene aufrechtzuerhalten. Das wird gewissermaßen eines der kreativen Elemente der Schöpfung sein, dass der Mensch sein Werk aus ihr hervorbringt, indem er ihr entspricht. Eine solche Erkenntnis wird wahr sein. Sie soll es sein, was von uns Menschen gut zu einem Werkschaffen eingesetzt werden kann. Das Prosperieren des uns Gegebenen kommt von sich aus zustande, oder alles ist nichts gewesen. Unsere eigenen Dinge sollen das widerspiegeln. Ihr Herstellungsprinzip soll an ihnen zu erkennen sein. So wird es auch einmal als etwas Wahres zu erkennen sein. Von dieser Welt würde nichts anderes ausgehen als eine Stabilität ihrer innerlichen Wirkungsprinzipien. Da könnte nichts zerfallen, es sei denn, das wäre so vorgesehen.

Eine gewisse Förderlichkeit von uns selbst soll für unser Dasein anzunehmen sein. Niemand bringt sich freiwillig in Gefahr. Der Zustand von uns wird da genauso zu bewahren sein, wie das auch der Zustand unseres Werkes sein wird. Eine Position des Menschen in dieser Welt hat jeder Einzelne von uns inne, auch wenn diese allein nur der Ort sein kann, an welchem er sich aufhält. Von dieser Warte möchten wir ausgehen und unsere Wirkungskreise festlegen. Wirken können wir da auf eine Weise, bei der ein Potential in eine strukturelle Gegebenheit transformiert wird. Wir bilden sozusagen aus einer Unordnung etwas Geordnetes, weil das uns entsprochen hat. Da reduzieren wir den chaotischen Anteil des Gegebenen, laufen aber Gefahr, dass wir es dabei etwas übertreiben.

Alles hat gleichartige und auch gleichwertige Eigenschaften, was der Ordnung gemäß ist. So gilt es auch hier, dass ein Potential bei seiner Festmachung am Gegebenen etwas in Bewegung versetzt, das auch nachschwingen möchte. Dadurch wird der Akt der Transformation beeinträchtigt. Daraus kann man schließen, dass ein Rest an Chaos allen Dingen enthalten sein wird. Die höchste Reinheit des Gegebenen beinhaltet also noch immer alle Anteile des Ganzen. Solche würden nicht auszulöschen sein.

Das, was der Natur an Kraft zur Wandlung des Gegebenen innewohnt, würde nichts anderes sein als ihr Erhalt. Das Prinzip der Ordnung ist die strukturelle Bindung der Energie, welche jedoch allein nur in endlicher Art stattfinden kann. Da ordnet die Natur alle Überschüsse an Energie und bringt sie wiederum dort ein, wo diese gebraucht wird. Da treten die Funken des Lichtes bald schon auf, alles wird sichtbar. Es kommt zu einem Sprühen davon, was wir als Emanation bezeichnet haben. Da tritt es endlich in Erscheinung. Ein aus sich selbst heraus bestehendes Chaos soll das sein. Es wird zu allen strukturellen Gegebenheiten übergeordnet sein und diese bei Bedarf auch wieder aufheben. Das soll einmal der Rettungsanker für uns sein.

Wird es auch wahr sein, dass alles zu seiner Emanation hinstrebt, also eine innerliche Stabilität einzunehmen oder zu bewahren versucht, so ist doch ein Kondensat immerzu von seiner Fähigkeit zur Anhaftung abhängig geblieben. Dann, wenn der Untergrund vibriert, platzen auch manche Teile davon ab, was da oberflächlich aufgebracht sein wird. Da fallen sie einfach in den Staub. Doch auch dort könnten sie sich nicht auf Ewig halten.

Eine Quelle solcher Kräfte wird der Überschuss an Energie sein, wie er zuweilen einfach vorkommt. Ein solcher wird durch das Geordnete wieder und wieder freigesetzt, wann immer es möglich wird, das zu tun. Somit sind ein Chaos und die materielle Gegebenheit der Struktur scheinbar im Widerstreit miteinander. Da das alles aber so lange schon besteht, kann man es wahrscheinlich zurecht anerkennen, dass dieses System aus Transformationen und Gebundenheiten sich bereits eingeschwungen hat und in sich harmonisch sein wird. Damit ergeht es uns gut, vorausgesetzt, dass wir es so belassen werden, wie es erschienen ist.

Das Joch der Welt resultiert aus ihrem Vorkommen. Sie hat so ihre Eigenschaften, welche ausgehalten werden müssen. Die Ordnung wird niemals komplett, niemals vollständig sein, auch wenn sie danach strebt, es zu werden. Ein Restwert an nicht zuordenbaren Energien wird für das bestehende System wahrscheinlich auch weiterhin vorkommen.

Dokumentation

Ein Spektrum an eigenen Frequenzen

Der Mensch lebt und hat etwas davon, dass dem so ist. Da erfährt er so manches über sich. Zusätzlich zu jenen Dingen, die ihm davon klar sind, gibt es auch so manches, was er nicht einfach dem Gegebenen zuzuordnen vermocht hat. Da lässt er es notgedrungen außer Acht. So überlässt er es dem unbewussten Anteil seines Bewusstseins, eine Regulation dafür zu finden, welche ihm ein Zurechtkommen damit ermöglicht. Der sichere Hafen des Menschen wird da ein aktiver Geist sein, welcher solche Dinge zu meistern vermag.

Der Umstand, dass wir uns dessen nicht immerzu bewusst sein würden, was da bei uns an Regelungen vorkommt, soll es deutlich machen, dass ein Mensch Steuerkreise an sich hat, welche kaum von uns gewahrt werden, die aber dennoch wirksam sind. Sie sollen unsere Gesundheit beschützen. Erhalten können wir das uns Gegebene, vorausgesetzt, wir haben es nicht unmöglich gemacht, dass es fortbesteht. Da beachten wir unseren eigenen Anteil daran und setzen ihn einmal ins rechte Verhältnis zum eigentlich Vorkommenden bei uns selbst. Welche wunderbaren Vorkommnisse da doch zuhauf in unserem Leben bestehen! - Wer hat sie geschaffen, ja, nach wessen Vorbild sind diese entstanden? - Stellen wir uns die Eigenschaften eines solchen Menschen einmal vor, dann wollen wir uns auch mit diesem gleichsetzen. Ein Erhalt des Lebens soll durch eine Schöpfung aus etwas Lebendigem stattfinden. Da wird es wahr sein, was dafür gegeben ist.

Nichts Gutes brächte es mit sich, wenn wir einen Weg der Zerwürfnisse begehen. Das wird wahrscheinlich zu einem abseitigen Erleben dieses Menschendaseins führen. Ein solches würde nicht förderlich sein. Da gehen wir besser in uns und finden uns damit ab, wer wir sind, aber auch was wir haben. So wird uns etwas zu eigen sein. Manche Eigenschaften kommen so zum Vorschein bei uns. Solche Sachverhalte, wie wir sie zeitlebens schon verkörpert haben, harren auf ihre Absicherung und Anbringung, also auf eine Bestätigung durch das Leben selbst. Da soll aller Progress bereits im voraus gefügt sein, auf dass unser Wirken eine innere Stabilität aufweisen kann.

Fassen wir doch dieses Leben einfach so auf, wie es uns erschienen ist. Nehmen wir etwas davon wahr, was wirklich da sein wird. Achten wir auf das aufgekommene innere Bild, als wäre es unser inniger Wunsch es zu erschauen. Werden da auch allein nur solche Eigenschaften daran zu entdecken sein, wie sie uns entsprochen haben, so wird das doch wertig sein und zu etwas taugen. Da soll es zu Weiterem führen.

Lassen wir es zu, dass etwas gegeben ist. Allein nur der Knecht eines anderen hat keinen eigenen Willen. Darum wird er auch als dessen Knecht bezeichnet. Stirbt aber unser Wille aufgrund ungeeigneter Lebensumstände bei uns ab, verdrängen wir auch bald unseren eigentlichen Wunsch an dieses Dasein. Dabei haben wir doch so vieles schon getan, was einen Wert davon untermauert hat.

Vergessen wir uns selbst darum nicht grundlos. Werden wir uns erst einmal wieder daran erinnern können, wer wir sind, wird uns auch das Eigentliche davon bald gewahr sein, was das ausmacht. Man hält uns gefangen. Unsere inneren Bilder sind die von Kindern, welche aus ihrem eigentlichen Dasein entrissen worden sind. Manchen Vertrag sind wir bereits eingegangen, obwohl wir keine Klarheit über die Auswirkung davon für uns selbst besitzen. Der Wert der Worte reicht weit. Der Geist des Menschen dringt tief in uns ein. Da werden die Klauseln solcher Verträge zu Auslösern von Schwierigkeiten. Nehmen diese erst einmal bei uns überhand, so wirken wir verloren. Da kommen wir kaum mehr richtig zur Ruhe und verzagen unentwegt. Manch einer hat sich bereits einem solchen Schicksal gefügt, unwissend, dass es kein eigentliches gewesen ist. Verblendungen führen dazu, dass die Lehrmeinungen gehört werden, der Mensch aber nichts Eigentliches zu vermelden hat. Doch welche Klauseln solcher Verträge haben wir gebildet und welche sind uns vorgegeben worden, auf dass wir sie nachsprechen? - Tun wir das auch weiterhin in gleicher Weise, so vergehen die Momente zu einer Besserung des Gegebenen. Das Dasein eines Menschen würde nicht dafür gegeben sein, um sich am Glück davon zu erfreuen.

Es würde auch nicht allein nur als ein Raum zur Erkundung der Welt aufzufassen sein. Daran fehlt so vieles, was uns ausmacht. Wer immer nur durch die Welt zieht, der gehört zum fahrenden Volk. Wird er das allein tun und keine Begleiter dabei haben, so wird er schnell zu einem Landstreicher. Das aber wäre der Weg der Narren, welche man von Zeit zu Zeit aushält, ansonsten aber aus den Stätten verjagt hat. Dieses Dasein wäre vielmehr als so etwas ein Ort zur Erfahrung einer tatsächlichen Menschwerdung.

Was aber macht den Menschen primär aus? - Es wird so wahr sein, dass man das benennen kann. Ein Mensch wird durch all das ausgemacht, über das er (frei) verfügen kann. Dazu hat er ein Eigentum daran und er wird auch im Besitze davon sein müssen. Primär wird das etwas sein, was ihm nicht grundsätzlich entrissen werden könnte. Da wären neben seiner Position auf dem Erdkreis auch eine Positur von ihm zu vernehmen. Schließlich hat er ja auch eine Gestalt. Da eine solche Position variieren wird, ist ihm ein Weg freizustellen. Da seine Gestalt von ihm zu bewahren sein wird, muss er sich versorgen können. Auch das wird ihm freizustellen sein. Die Frage, wann er seinen Weg geht und wie er dabei seine Schritte führt, geht derweil keinen etwas an. Darüber macht man keine Verträge. So etwas liegt an der Natur der Sache und ist eingegeben. Was an der Schöpfung seinen Bestand gefunden hat, das soll man auch lassen. So etwas wäre unabdingbar richtig.

Gedanke

Zuallererst kommen bei uns Menschen eine Betrachtung des Gegebenen und eine Erzeugung von inneren Bildern vor, ehe wir diese Dinge zu transformieren lernen. Auch eine sprachliche Entsprechung dieses ersten Schrittes eines Menschen besteht da. Eine Festlegung der Dinge mittels einer Benennung ihrer Namen hat dafür eindeutig einen hohen Rang eingenommen. Da bildet der Mensch die ersten eigenen Worte und erfreut sich an seiner Kraft dazu, die anderen Menschen liebevoll anzusprechen. Da macht er auch so manche Augen. Sein Gesicht wird durch eine innere Resonanz zur Mimik befähigt. Die Gesten verschaffen dem Menschen einen noch lebendigeren Ausdruck, als er es eh schon ist.

Idee

Eine Matrix aus Worten

Es würde nicht von ungefähr so sein, dass einem Menschen im Leben das Grundsätzliche des eigenen Daseins mit der Zeit klar wird. Man hat sich schon ein Stückchen dazu zu bewegen. Mit jeder neuen Position erkennt man das Gegebene aus einem anderen Blickwinkel. Dann ergibt sich ein besseres Bild von der Wahrheit dieses Menschendaseins nahezu von sich aus. Eines soll uns unterdessen klar sein. Wir würden nicht allein auf der Welt sein. Andere Leute haben auch ihre eigene Einstellung, welche sich genauso durch das Dasein selbst ergeben hat wie die unsrige auch.

Treten wir auch allesamt für uns ein, sind sozusagen Solitäre, so kommen wir doch erst dann richtig mit dem eigenen Leben klar, wenn wir jemanden gefunden haben, der uns ergänzen möchte. Ein Austausch mit unseren Mitmenschen werde von uns gepflegt. Finden wir es selbst heraus, für was wir ein echtes Interesse haben, so können wir vom Leben auch etwas erhalten, was von uns gut zu gebrauchen sein wird. Machen wir es uns nicht zu schwer damit. Erkennen wir die Erforderlichkeiten eines Menschendaseins an und leben dieses Leben auf eine rechtschaffene Weise. Suchen wir nach einer Aufgabe für uns selbst, die uns gerecht wird. Lehren wir es unsere Mitmenschen, welche Bedürfnisse wir haben und sorgen wir so für einen Progress des Gegebenen. Das alles soll unsere Lebensqualität absichern. Was dafür gut ist, sollen wir uns bewahren. So bräuchte es nicht dauernd erneut besorgt zu werden.

Wir sind als Menschen an das gebunden, was uns ausmacht. Man sagt, dass 'im Glück alle Menschen gleich' sind. Das stellen wir fest, wenn es um unsere Aufgabenliste geht. Was wir uns zuoberst auf eine solche geschrieben haben, das ähnelt dem, was auch den anderen Menschen ein Glück bedeutet. Was aber oftmals fallengelassen wird, ist das Essentielle davon, was ein Mensch in seinem Dasein erfahren kann. Das Menschendasein selbst soll das sein. Es für eine eigentliche Menschwerdung zu verwenden, soll bedeuten, das man sich imstande dazu sieht, eine Identifikation mit dem Eigenen durchzuführen. Da werden wir bei manchem andächtigen Moment eine meditative Ruhe erfahren und uns vielleicht sogar den Schatz einer Kontemplation erschließen können.

Stehen wir also zu unseren Gütern und seien wir das, was wir selbst verkörpern, bereitwillig und gerne. Verhalten wir uns zu uns selbst förderlich. Lösen wir unseren Blick von der Sonne ab und starren wir ihren grellen Schein nicht noch länger an. Was hat sie nicht bereits alles von uns ausgelöscht! - Gehen wir aus ihrem Feuer und verbringen wir die ersten ruhigeren Momente im Halbschatten. Das Gute von uns, was sie bereits versehrt hat, kann sich so an seiner lebendigen Seite erholen. Da kommt es bei uns zu mancher Einsicht in das Gegebene und dessen Bedeutung. Machen wir es uns da bewusst, dass wir zu uns selbst nicht anders finden würden als so. Der für lange Zeit verloren geglaubte Edelstein unseres innerlichen Reichtums soll von nun an seinen Schimmer beibehalten. Gehe er uns nicht wieder verloren.

Eine solche innerliche Dimension des Menschen kann ihn reichhaltig erfüllen. Das wird zu einem Anteil unseres Lebensglücks, wenn sich das Gegebene bei uns zu fügen beginnt und wir das Eigene daran endlich klar vernehmen können. Da beziehen wir uns vollkommen zurecht auf dieses Gute. Dabei wäre eine eigentliche Burg wie auch ein eben solcher Tempel allein schon durch das Lichte an uns selbst zu erkennen. Da wird es uns das eigene Wesen eröffnen, was wir sind. Eine Menschwerdung wäre so für uns ein Weg, der umso erfreulicher sein kann, je länger man ihn schon gegangen ist. Da lernen wir unsere Lektionen und leisten manches ab, was für dieses Dasein erforderlich ist. Wir sollen es anerkennen, was da ist, weil es existiert. Da behält es seinen Wert bei. Für uns ist das so. So wie es sich auswirkt, so muss es auch gegeben sein. Darüber herrscht eine Klarheit, weil alles sonst irregulär sein wird. Das aber wäre eine Lüge. Alles hat seinen wahren Anteil am Gegebenen. Da bildet es das Ganze aus. Nichts wird davon unbenommen sein.

Versteigen wir uns doch bitte nicht bei einer Untersuchung der Phänomene eines Menschendaseins. Lösen wir uns vom Abwegigen. Lassen wir das Gegebene, wie es ist, und erkennen es an als das, für was es erscheint. So erfährt es eine Bedeutung.

Trachten wir da nach einer einfachen Vollständigkeit unserer Kenntnis zu den eigentlichen Dingen eines Menschen. Erst nach einer solchen Schau des Gegebenen haben wir die Augen dafür erhalten, um das Vorhandene im richtigen Licht zu erkennen. Dann soll es gelingen, dass auch wir einmal bestehen werden. Überlassen wir alles und nichts sich selbst und gehen so unseren Weg für uns. Da besteht das Dasein, unser Leben kann geschaut werden als das, was es ist. Voller Bedingtheiten sind wir Menschen da. Einer Ordnung wüssten wir unserer Natur nach nicht zu dienen. Da begehen wir manchen Fehltritt und haben etwas zu erlernen. Vielerlei Lektionen tun sich uns darum auf. Gehen wir diese doch bereitwillig an. Lassen wir uns in diesem Leben es nicht nehmen, das Gegebene zu bestimmen und unsere Lebensaufgabe zu meistern.

Ohne eine Kenntnis und die Berücksichtigung unserer eigentlichen Bedingtheit werden wir leicht in die Irre gehen. Ja, es wäre auch eine eigentliche Unkenntnis, weswegen wir die erforderliche Kraft zu einer Verbesserung unseres Schicksals nicht aufbringen können würden. Da können wir dem Leben es nicht abtrotzen. Wie bitter muss es darum sein, wenn es ungenutzt verrinnt.

Das sehen wir vielleicht ein. Hoffentlich tun wir das. Abhilfe bei solchen Beschwerlichkeiten soll eine Vorbereitung auf den kommenden Weg bereiten. Das werde getätigt, bevor wir weitergehen. Den sicheren Ort verlasse man erst dann, wenn auch unser Ziel ein sicheres sein wird. Den Weg dorthin werden wir meistern können, so wir nur genügend Ausrüstung und Begleitung haben werden.

Manche der bereits von mir aufgeschriebenen Texte beschaue ich gerne. Sie ergeben zuweilen vor meinem geistigen Auge Bilder einer Funktionalität. Da kann ich das Gegebene auf meine Vorstellung übertragen und manches damit machen. Da führe ich manchen Abgleich mit geometrischen, graphischen oder mathematischen Operationen damit durch. Auch bilde ich gerne ein Schema aus den bestehenden Wortgruppen. Diese Schemen haben oftmals eine gewisse Ähnlichkeit mit einer Matrix. Das erscheint so vor mir, weil sie eine diesem ähnelnde Lesart aufweisen. Ein solcher Tensor (die Matrix), welcher den gegebenen Dingen eines Menschen zugrunde liegt, könnte von mir zwar nicht benannt werden, aber ich kann ihn doch beschauen. Da fällt ein gewisses Licht auf ihn und ich nehme eine Ästhetik des Moments wahr.

Ich bezeichne meine Schriften gerne als eine 'Matrix, bestehend aus Worten', wohl wissend, dass das Ganze hiervon dadurch als Zusammenhang eine zusätzliche Bedeutung erhält.

Gedicht

Das Schicksal

Wenn die Realität eine ist,

die es geben kann,

warum besteht dann der Wandel der Welt fort?

Was hat da noch Bestand?


Muss ich mich immerzu dem Gegebenen beugen?

Was wird dann aus mir werden,

wenn ich einmal einen krummen Buckel habe?

Werde ich so etwa zu einem besseren Menschen?

Gedicht

Der wahre Wert

Egal, ob es kalt oder warm ist,

Hauptsache es wäre Wasser.


Egal, ob es nah oder fern ist,

Hauptsache es wäre Feuer.


Egal, ob sie leicht oder schwer ist,

Hauptsache es wäre Luft.


Egal, ob sie reichhaltig oder öde ist,

Hauptsache es wäre Erde.

Impuls

Einsatz zeigen

Ohne sich das rechte Maß an Stärke selbst zu verleihen, würde es in diesem Leben nicht vorangehen. Haben wir auch bisher schon stets das beste getan, was uns eingefallen ist, so sind wir doch kaum damit vorangekommen. Unser Weg ist ein einfacher und doch ist es uns schwer gefallen, ihn zu begehen. Solche Feedbacks geben es kund, wie wir zu uns selbst eingestellt sind.

Das Gute, für was wir stehen, soll auch weiterhin fortbestehen. Das denken wir da und lasten uns mehr und mehr auf. Natürlich ist es wichtig, dass wir etwas leisten, aber warum wollen wir nur immer die Welt aus ihren Angeln heben? - Lassen wir es da endlich zu, was vergeht. Lassen wir es geschehen, was da geschieht. Werden wir unabhängig von den reißenden Gewässern, welche alles mit sich ziehen. Der Strom der Zeit soll genau so zu verstehen sein. Was in seinen Bann geraten ist, das entreißt er uns mit Sicherheit.

Des Menschen stärkste Kraft soll die der Hoffnung sein. Da erfährt er auch einen Glauben an die Liebe. Sie hat Bedeutung für sein Dasein als Mensch. Was er selbst nicht an sich hat, das wird er allein nur wegen ihr erfahren können. Schütze man es also. Bewahre man sich das Gegebene. Da wird etwas Höheres von uns zu erhalten sein.