Zur kurzen Einführung

Gedanke

Lieber möchte ich ein Leben mit Phantasie führen als ohne sie. Ohne Phantasie würde das alles auch nicht besser auszuhalten sein, was wir erfahren. Wer ihre Ideen nicht anerkennen könnte, der hat sie verworfen. Da geht er zuweilen leer aus, während andere eine Krone getragen haben, ohne mehr dafür zu tun, als zu bestehen.

Visuell besteht eine Phantasie für mich dank der Gewinnung eines Gesichts der Dinge, welches ich erkennen und klären kann. Da erscheint es vor mir in seiner eigenen Färbung und wirkt sich auch als Form auf mein Wesen aus. Da hat es Gestalt und erscheint auch so vor meinen Augen.

Gedanke

Effekte beim Üben von Yoga & Co.

Es ist zu beobachten gewesen, dass beim Üben von bestimmten Posituren zeitweise bei mir eine plötzliche Bewusstlosigkeit hervorgerufen worden ist. Dann hat der 'Strom' ausgesetzt und ich bin hingefallen. Ich habe das so erfahren. Das Yoga wäre darum eigentlich als eine große Sache und eben gerade nicht als eine kleine richtig aufzufassen. Es würde nicht immerzu allein nur sanft und geschmeidig dabei zugehen, sondern manchmal sind eben auch üble Nebenwirkungen zu erwarten.

Um jene Übungsreihen, welche beim Yoga gelehrt werden, sinnvoll durchzuführen, wird es der praktischen Unterstützung eines geübten Lehrers bedürfen. Das soll jemand sein, welcher die notwendigen Korrekturhinweise kennt und sie auch weitergibt. Solch einen Lehrer in Europa zu finden ist praktisch sehr schwer. Dann, wenn man doch jemanden kennengelernt hat, der so etwas macht, könnte man es doch nicht sagen, ob er das getreu der Gepflogenheiten des Yoga praktiziert. Schließlich würde es eine dementsprechende Kultur bei uns in Europa nicht geben. Da hängt man eventuell sehr in der Luft, wenn man sich zu frühzeitig auf einen vermeintlichen Lehrer einlässt. Wo ein brauchbarer Lehrer zu finden sein wird, das soll daher offenbleiben. Vielleicht wäre es angebracht, den Weg der Tugend zuvor zu beschreiten, um sich vorzubereiten.

Auch das Yoga basiert auf einem System der Ordnung. Dhamma oder Dharma wird diese in mancher indischen Sprache genannt. Sie soll das kosmische Gefüge erhalten. Umsicht wäre von jemandem zu fordern, welcher mit Zuhilfenahme der Übungen des Yogas seinen Leib zu beherrschen versucht. Schließlich besteht doch der Mensch aus einem Zusammenwirken von Körper, Seele und Geist. Nichts davon würde auf Dauer auszusparen sein, ohne dass dadurch ein Schaden verursacht wird.

Idee

Eine eigene Sichtweise

Der Yoga stammt aus einem anderen Kulturkreis. Er wird gerade kein Abklatsch einer europäischen Denkweise sein. Vielmehr ist er eigenständig. Zuweilen sind moderne Systematiken des Yogas auch zum Zweck einer Identifikation mit indischen Werten entstanden. Eine Erforderlichkeit zur Stiftung solcher Werte hat daraus resultiert, dass der indische Subkontinent sehr lange Zeit von Europäern dominiert worden ist. Moderne Varianten des Yoga richten sich also an die Inder. Sie sollen diesen zu einer erneuerten Stärke der eigenen Identität verhelfen. Aus diesem Blickwinkel gesehen wäre es näher an der Praxis als alles andere, wenn man als Europäer seinen Sinn fürs Leben in der Identifikation mit dem abendländischen Kulturkreis sucht. Doch weit gefehlt. Die asiatischen Ausbildungssysteme erfahren hierzulande, gerade was eigenständige Aktivitäten der Menschen innerhalb ihrer Freizeit betrifft, erheblichen Zulauf. Manche Publikation aus jenem Teil der Welt hat großen Zuspruch bei einigen intellektuellen Persönlichkeiten erlangt und prägt seitdem auch den europäischen Kulturkreis mit.

Was bedeutet das? - Es gilt mir etwas, zuvorderst einmal die Begebenheit der gesellschaftlichen Strukturen verschiedener Völker und Staaten differenziert zu betrachten und deren Unterschiedlichkeit als Eigenschaft anzuerkennen sowie diese zu benennen. Ich untersuche hier jedoch allein nur den europäischen und den asiatischen Kulturkreis. Sie habe ich auch in nicht mehr als in einem einzigen Punkt einander gegenübergestellt. So ergibt sich eine augenscheinliche Unterscheidungsmöglichkeit bei der Betrachtung der grundsätzlichen Einstellung zum Leben für die beiden Gruppierungen.

Entgegen jenem Individualismus, mit welchem manch ein Asiat sein Leben zu meistern versucht, besteht für solche Mitglieder der Christenheit, wie ich einer bin, ein Lebenswandel, bei dem man sein Heil in der Angliederung an eine Gemeinschaft mit Christen sucht. Was sich daraus ergibt, wird folgenschwer sein. Es wirkt sich mannigfach auf Grundsatzentscheidungen aus.

Dokumentation

Gebote einhalten

Es gilt mir als gut und richtig, es zu bekennen, dass ich die Gebote nicht benennen können würde, welche es von einem Yogin einzuhalten gilt. Das soll so wahr sein, wie ich es hier sage. Eine Ausnahme davon bildet aber jenes Gebot, welches mit dem Wort Ahimsa bezeichnet wird. Ahimsa verkörpert ein Nichtverletzen anderer Lebewesen. Das wäre ein sehr wichtiges Prinzip auch für einen Menschen wie mich. Wie weit der Begriff gefasst sein kann, wird bei der Religion der Jaina sichtbar. Jener Gruppierung fühle ich mich als Christ sehr verbunden.

Weitere Prinzipien soll es geben, welche dieses erste Gebot unterstützen und erweitern. Insgesamt beträgt die Summe der hauptsächlichen Gebote für einen Yogin fünf an der Zahl. Soweit kann ich mich an jene Aussagen der früher von mir betrachteten Textquellen erinnern. Benennen würde ich die vier weiteren Gebote jedoch gerade aufgrund von eigenen Wissenslücken nicht können.

Wer es glaubt, dass er, ohne genau solche Verhaltensgrundsätze richtig zu praktizieren, das Yoga erlernen kann oder gar etwas davon richtig verstehen wird, was es bedeutet, der versuche es eben. Es wird sich schon zeitnah aufzeigen, ob das etwas Mögliches ist. Ich halte es jedoch für gefährlich, das trotzdem zu tun.

Idee

Auffassung einer Gegebenheit

Einen Hinweis möchte ich dem Adepten des Yogas geben und ihm damit etwas nahelegen. Wer von Anfang an erfolgreich bei der Durchführung einer Sache sein möchte, der soll vor allen Dingen jene Anfängerfehler vermeiden, welche es dafür gibt. Wir sollten es aber nicht glauben, dass wir somit keine Anfänger mehr sind. Das wäre zu gewagt. Es soll für uns so vorgegeben sein, dass wir eine ganze Zeit lang ein solcher bleiben.

Welchen Ansatz sollen wir anwenden? - Beim Yoga geht es auch um ein Dasein gemäß dem Gesetz des Dharma, der bereits gefügten Ordnung. Sie zu erkennen wird dafür von Bedeutung sein. Es wird zur Erlangung einer Wahrheit alles zu unterlassen sein, was die Basis dieser Sache unterhöhlt. Zu jenem mit dem Yoga verbundenen Ziel der Selbstfindung oder Verwirklichung entgegengesetzt wirksam wird so einiges sein. Allein nur das, was der gegebenen Ordnung entsprochen hat, kann zu einem Erfolg führen. Doch es gibt auch jene Versuche, durch eigentliche Unmöglichkeiten im Leben zu bestehen. Solche wären zu entlarven. Sie führen zu einer Beschleunigung des Niedergangs bei uns Menschen. Zuvorderst sollen da Ablenkungen und Suggestionen zu nennen sein. Manipulationen des Bewusstseins haben wenig mit dem Weg eines Yogin gemeinsam. Wer sie bei anderen oder sich einsetzt, der betreibt einen menschlichen Missbrauch.

Das wäre so schwierig. Lassen wir es nicht zu. Stellen wir doch für uns gewisse Maßstäbe auf, welche uns eine innere Ausrichtung verleihen können. Tendieren wir dabei einfach einmal nach Osten zum Gesicht der Morgensonne hin. Haben wir sie erst einmal in der Wahrhaftigkeit des eigenen Angesichts erschaut, dann können wir es wahrscheinlich verstehen, was uns dabei gewahr wird. So soll die Natur des Erdkreises zum Schlüssel der Erfahrung von menschlichen Phänomenen werden.

Unser europäischer Kulturkreis mit seiner christlichen Prägung wird damit zurechtkommen, dass wir uns auf solche Dinge ausrichten, welche es gibt. Das Christentum ist keines der Leugnung von Gegebenheiten. Ohne eine Auffassung der natürlichen Gesetzmäßigkeiten eines Menschendaseins verliert dasselbe an Wert, was nicht zu geschehen bräuchte. Gewinnen wir doch einfach durch unsere innerliche Öffnung gegenüber der wahren Begebenheit des Erdkreises mit unserem Menschendasein die erforderliche Erkenntnis zur Auffassung des Wirklichen hinzu.

Unsere Wirklichkeit, wie wir sie begreifen, ist für den philosophisch-spekulierenden Inder eine Illusion, welche er als Maya bezeichnet. Das soll ein Schlüsselwort sein, welches zu vielem zu gebrauchen wäre. Es wird manchmal korrekt verwendet, manchmal wird aber auch kein Kontext dafür aufzufinden sein, welcher den Begriff belegt. Dann wird alles schleierhaft sein. Keine Aussage ist so möglich.

Im Gegensatz zur Maya, der Illusion der Erscheinung einer Welt tritt der Mensch mit seinen persönlichen Beziehungen als Existenz in Kraft. Da er sich nicht im kosmischen Gefüge der Ordnungskräfte der Welt auflösen würde, sondern vielmehr solche zur Gewinnung von Liebschaft und Freundschaft, Bruderschaft und Familie einsetzt, überwiegt jener Anteil auch bei dessen Auffassung der Begebenheit seines Daseins. Da wird die Wirklichkeit endlich als eine menschliche Größenordnung aufgefasst, verstanden und geprägt.

Ansatz

Eine Form gewahren

Das Yoga wird bei uns im Westen gerne als ein körperliches Schulungssystem aufgefasst und mit einer soften, sportlichen Betätigung gleichgesetzt. Von jenem Ausgangspunkt ausgehend möchte ich es versuchen, das Ihnen zu verdeutlichen, wie man dabei zu Erfolgen kommt.

Der Körper würde nicht allein nur die stoffliche Hülle eines Menschen sein, er beinhaltet auch alle anderen Arten der materiellen Eigenschaften, welche uns durch die Natürlichkeit des Menschendaseins zuteilwerden. Dabei kann er zu einem Anhaltspunkt für unser achtsames Gewahren werden.

Wir finden dank eines gewissen Fokus auf Lokalitäten am Leib zu mentalen Zugängen zu ihm. Da gewahren wir Ansammlungen von Energien. Solche können bei uns erscheinen.

Manches davon wird auch als Potential zu vernehmen sein. Da erscheint es ohne Ausformung und dient uns als ein Reservoir für zusätzliche Kräfte, welche wir je nach unserem Bedürfnis dazu abrufen möchten. Das sollen latent vorhandene Ausprägungen unserer Lebenskraft sein. Ohne solche zu besitzen, wären wir bald am Ende unserer Möglichkeiten angelangt.

Um nun, körperlich gesehen, eine Haltung einzunehmen, bedarf es mancher richtigen Zuordnung des Leibes zu unserer mentalen Eigenschaft, dem Geist in seiner Selbstauffassung. Schauen wir dazu unvermittelt auf, gewahren wir das Dasein in seiner einfachen Erscheinung. Das wird die Stufe sein, welche noch alles für uns bereithält, was eigentlich einem Menschen möglich ist. Nichts davon haben wir zum jetzigen Moment schon ausgestaltet.

Um uns einen geeigneten Anteil des eigenen Kosmos mit seinen Sphären zu erhalten, sollen wir es begreifen, dass jegliche Emanation des Geistes eines Menschen einen Verbrauch von Potential erwirkt. Durch Festlegung geschieht das, ein Einsatz unserer Kräfte bewirkt deren Endlichkeit. Die Disziplin des Yogas möchte den Menschen darin schulen, günstige Verhältnisse dafür zu finden, wie er sich gestaltend im Dasein einsetzen kann, ohne sich dabei einen eigentlichen Kraftverlust einzufangen.

Da gibt es vielerlei Ursachen dafür, was einen Kraftverlust an einem Menschen auslösen kann. Heftig ist er allerdings, wenn eine Katalyse bei uns stattfindet. Dann bricht der innere Tempel des Menschen anteilig zusammen und würde dabei zu nichts anderem als Staub und Rost zerfallen.

Doch der Saphir der Seele spiegelt das Licht wider, welches bei ihm erscheint. In der Kraft seiner eigenen Farbe erscheint es da. Das soll unsere Gedanken- und Ideenwelt schützen. Alles Lichte widersetzt sich zudem einem Chaos der Beliebigkeiten.

Um nun der körperhaften Form ihre Eindeutigkeit zu verleihen, kann der Adept einen einfachen Trick anwenden. Dabei wird es zu bekunden sein, dass eine Form das Zusammenwirken seiner Kräfte bedeutet. So ist der Leib eines Menschen zu verstehen. Dafür wird die Asana eine entsprechende Schablone sein, welche ein Optimum davon verkörpert, was einem Menschen möglich ist.

Das Einnehmen einer Form wird gerade zu jenem Moment erforderlich sein, zu dem wir aktuell uns vorfinden. Da sind wir im Einklang damit geblieben, wenn wir nicht die Haltung wechseln würden. Da bestätigen wir das Gegebene so, wie es ist. Ausgehend von einer solchen Warte sollen wir damit beginnen, die Bewegungsfähigkeit des Leibes durch einen Anzug der Glieder zu schulen. Ohne einen zusätzlichen Druck zu erzeugen, finde das bei uns statt. Zuweilen tritt ein solcher zwar auf, aber dann soll er lediglich zu einer grundsätzlichen Stabilisierung der Körperstatik dienen. Nichts Weiteres würde dadurch geschehen. Also wäre das ungefährlich. Da führen wir die entsprechenden Bewegungen durch, bis wir eine Position für uns gefunden haben, die angenehm wäre und die wir aushalten können. Sie wird daran zu erkennen sein, dass sie in sich frei von aller 'Füllung' ist. Da finden wir zur Ruhe.

Was gibt es dazu zu sagen? - Ein Anzug der äußeren Punkte unserer Glieder soll es uns erlauben, den Leib mit seinen Spannungsfeldern spielerisch zu erkunden. Zuletzt lösen wir dann alles von uns ab, was wir noch gegriffen haben. So lösen sich unsere Hände von den Werkzeugen, so verlassen unsere Füße deren Stand. Da nehmen wir einen Sitz ein. In einem solchen befinden wir uns. Da vernehmen wir manches, das mit uns in Verbindung steht. Etwas können wir dadurch auch gewinnen. Das soll eine Einheit unserer Kräfte sein, was wir als jene unvermittelte Leere einer ruhigen Entlastung verspüren können. Schlussendlich werden wir die eigene Gewichtskraft im Gleichgewicht mit unserer Körperspannung wahrnehmen. Das wird alles sein, was wir haben. So möchten wir bestehen.

Idee

Eine Stellungnahme

Die Prinzipien des Lebens soll dem Übenden ein Meister der Sache nahebringen. Das erkenne man an und mache sich mit Lust daran, seine Mitmenschen aufzusuchen und mit diesen zu sprechen. Ohne solche freimütigen Konversationen würde eigentlich gar nichts zu erreichen sein, gleich welche Disziplin man verwirklichen möchte. Den Regeln der Gesellschaft entspreche man dabei, wenn man sich äußert. Man denke nach und gewahre so etwas davon, was die Menschen, aber auch uns bedingt.

Die Normen einer Gesellschaft würden nicht ohne Grund gegeben sein. Sie sollen fortbestehen. Darum soll es uns ein wertvoller Rat sein, dass wir es anerkennen möchten, wie es wahr ist. Sprechen wir recht. Drücken wir unsere Kenntnis mit ordentlichen Worten aus. Nehmen wir daran teil, was gegeben ist. Enthalten wir uns, wenn wir noch nichts von einem Sachverhalt gewusst haben. Bleiben wir friedlich. Besser als eine Umwälzung der Gesellschaft wird deren Bestand für uns sein. Im Frieden kommt man einfach gut mit seinen Mitmenschen klar.

Streben wir einem Erhalt solcher Gedanken und Ideen zu, welche unserem Wissen um solche Konventionen entsprochen haben. Bewahren wir unser Vermögen, indem wir es absichern und anbringen. Da werden die Momente eines Lebens dadurch bereichert, dass wir etwas Geeignetes sagen.

Auch zu schweigen hat es sich mitunter schon gelohnt. Dabei regenerieren sich unsere Geisteskräfte. Dank derer können wir das Gegebene überhaupt erst als das auffassen, was es ist.

Idee

Sinn des Yoga

Das Erkennen und Einhalten der Gesetzmäßigkeiten der Natur wäre vorrangig wichtig für einen jeden, der es ernst mit seinen Dingen gemeint hat. Wer mit etwas Vorhandenem auf eine durch die Natur vorgegebene Weise umgehen möchte, der halte ihre Ordnungen getreulich ein.

Er lasse sich gerade nicht von solchen Begebenheiten wie seinen ungefilterten Wünschen, Hoffnungen, Erwartungen und Bedürfnissen zu einem willfährigen Dasein verleiten, sondern er erfülle sich diese, wann immer das gut sein wird, auf eine reguläre Weise. Da soll das alles Sinn für ihn behalten, was er zuvor schon von der Welt und seinem Dasein in ihr verstanden hat. Auch wenn so etwas nicht immerzu leicht zu leisten sein würde, mache man sich doch nichts vor. Eines Regulativs für das eigene Handeln bedarf man. Ein solches für sich bald zu beschaffen, das täte manche Not.

Dazu wäre der Mensch da, dass er aus seinem Dasein etwas macht, das von einer gutartigen Natur ist. Darum hat er es hinreichend zu klären, was ihn ausmacht, sowie die erforderlichen Schlüsse aus seinem Erleben zu ziehen. So wird er um sich etwas in Erfahrung bringen können, was zu gebrauchen ist. Da kann er manches für sich einsetzen. Das soll er aus einem eigenen Antrieb leisten. So wird ihm etwas Gutes einkommen.

Man lasse ihn jedoch nicht im Stich, allein nur um ihn dazu zu zwingen, dass er sein Leben anpackt und sein Glück findet. Da suche man zuerst einmal nach einem gültigen Rahmen für das Gegebene. Ein Zwang kommt bereits in ausreichendem Maß im Dasein eines Menschen vor. Man bräuchte einen solchen nicht auch noch für andere herbeizuführen. Es hat jeder etwas zu eigen, von dem er zehren kann, aber es erfährt auch jeder seinen Anteil am Unheil der Welt. Es gibt genügend Menschen, die sich in einer Klemme befinden, um das bestätigen zu können. Wir alle sind frei darin, über unser Leben zu bestimmen, wenn das auch wirklich in unserer Macht gestanden hat. Sie sollen wir allein nur auf eine reguläre Weise ausschöpfen. Alles andere wäre verquer.

Das Gesamte eines Lebens gilt es gut im Auge zu behalten. So finden wir vielleicht bald einen Schlüssel dafür, was uns vorgegeben ist. Da können wir uns Gedanken dazu machen, nach welchem Code das Gegebene aufzufassen wäre. So, wie wir es interpretieren, wird es uns auch glücklich machen.

Bild - Der Lebenszyklus in seinen unterschiedlichen Auffassungsweisen

Impuls

Eine Ordnung der Innenwelt eines Menschen

Der Sachverhalt eines Menschendaseins bringt es mit sich, dass wir gewisse Phänomene am eigenen Leib erfahren. Da wären zuvorderst die Gedanken und Ideen eines Menschen zu benennen. Mit diesen fassen wir das Gegebene auf. Damit haben wir uns schon so manches vor Augen geführt.

Das Wesen einer eigenen Regung wird den Gedanken und Ideen von uns gemäß sein und auch entsprechend ausfallen. Genau so äußern wir uns. Da würde nicht unbedingt etwas Überlegtes daran zu finden sein. Doch kommen wir auf eine solche Weise zu wünschenswerten Ergebnissen? - Unsere Gedanken und Ideen wären zurecht als die Ursache unserer eigentlichen Werke aufzufassen. Sie dienen zu einem Austausch mit unseren Mitmenschen. Wo aber kein Werk vorhanden gewesen ist, dort hat auch kein Bedarf zu einem solchen Moment der Partizipation bestanden.

Das Bedenken eines Menschen soll jenen Gehalt davon ausmachen, der es bestimmt, was er zu eigen hat. Da auch die Gedanken Gegenstände beinhalten, haben wir uns im Laufe unseres Daseins bereits manchen Begriff erarbeitet und können etwas auf einer geistlichen Ebene mit diesen bewirken. Da formt sich wegen unseres Daseins auch etwas aus.

Es wird der Geist eines Menschen mit der Zeit zu einer Wiese voller guter Nahrung, also zu einer Weide. Eine solche soll es sein, welche uns Schafen und Lämmern die Geborgenheit einer guten Versorgungslage spendet. Das hat uns niemand zu nehmen.

Da bemessen wir das Gegebene und erkennen seinen Wert. Manches wird uns so gewahr. Das kann uns erfreuen, weil es uns dabei klar sein wird, wie gut es um uns steht. Getreu der realen Situation einer geeigneten Versorgungslage erhalten wir manch einen Mut zu einem verbesserten Dasein von uns.

Haben wir es so gut verstanden, wie das Schicksal bei uns eingetreten ist, dann kommen wir damit auch klar. Das soll uns fürs Erste ausreichen. Da wird auch das Potential von uns eines sein, welches anwächst. Das ist von sich aus wahr geworden. Wir erkennen das an, indem wir uns Reserven schaffen. Die tatsächliche Situation bei uns hat es ergeben, dass das jetzt möglich sein wird. Daran knüpfen wir an. Die Welt, als das eine Eine und wir, als das andere Eine haben da einander entgegengestanden und sind doch miteinander vereinbar geblieben. Unter einem solchen Aspekt können wir gewisslich im Leben bestehen.

Einsicht

Vom Träumen

Wer, wenn nicht ich das sein würde, wird ein Träumer sein? - Das Träumen, das Wachsein und das Schlafen gehören zum Leben doch einfach mit dazu. Diese drei Dinge sind zueinander gleichberechtigt, wenn sie nicht sogar in ihrer Bedeutung für das Leben gleichwertig gewesen sind.

Das soll so wahr sein. Keine Störung von gewöhnlichen Gedanken hat da vorgelegen, wenn man das eingehend genug beschaut. Ich weiß, dass ich bereitwillig und gerne träume. Ich mache das, auch wenn ich nicht immer erfreut über die damit verbundenen Erfahrungen sein könnte. Da entstehen bei mir jene Momente eines frühen Begriffes der Begebenheiten meines Lebens. Es entstehen Gedanken an eigene Wünsche und Gefühle der Hoffnung bei mir. Das ist bei mir so gegeben und darum finde ich es gut. Da bin ich zeitweilig sogar sehr froh damit. Schließlich begründe ich doch auf meiner Emotionalität meine eigentliche Basis fürs Leben. Mein Träumen hat all das Meinige bisher für mich grundlegend richtig veranlagt. Ich glaube daran, dass es auch in Zukunft noch dem fürs Leben Erforderlichen gerecht sein wird. Darum bin ich so zufrieden damit, dass ich überhaupt träumen kann. So, wie mein Leben wahr und gegeben zu sein scheint, habe ich etwas davon, das ich wertschätzen kann.

Geht alles und jedes in dieser Welt auch auf seine geregelte Weise voran, so bleibe ich doch auf zweierlei Art das, was ich bin. Einerseits erkenne ich mich als einen von ihr unabhängigen Anteil, andererseits partizipiere ich an denselben Dingen wie alle anderen Menschen auch.

Wer möchte da noch ohne das Träumen auskommen?

Gedankenprotokoll

Zu Spiel und Geschmack kommen

Völlig unvorbereitet steige ich hier in eine Diskussion um Spiel und Geschmack, also Lila und Rasa ein und möchte mich daran durch ein 'Gedankenprotokoll' beteiligen. Ich denke mir, dass ein eigenes Wort wahr ist, wenn man es ausspricht, ohne dass es zugleich schon von jemandem anderen zerpflückt wird. Der Mensch möchte durchweg um etwas Gutes bemüht sein. Ich weiß aber auch, dass mancher Wert beliebig oder gar verkehrt gebildet sein kann. Schließlich reicht doch der Wille zum Guten allein nur zu Wenigem aus. Da hat sich der Mensch zu schulen, wenn er es rechtmachen möchte.

Etwas gekünstelt kommt das Gute zuweilen daher, wenn es nicht an zwei weiteren Dingen, dem Wahren und Rechten festgemacht worden ist. Das bloß Gute wird also nahezu zu verwerfen sein. Es beinhaltet manche Art der Gedankenlosigkeit, kann unreflektiert sein und eignet sich darum für kaum etwas als Hilfestellung. Ohne einige weitere Bezüge davon aufzuzeigen, wird das so für die guten Dinge gegeben sein. Jedoch soll ein jedes solches Merkmal, welches von einer eigentlich gutartigen Natur wäre, für uns einen der Schlüssel zur Erkenntnis der Wahrheit unserer Existenz darstellen. Ohne das Gute für sich als Argument zu bewahren, würde auch nichts Wahres an uns und unserem Bedenken des Gegebenen aufzufinden sein.

Die Menschheit zu einer solchen Zeit, wie der unsrigen heutzutage im angehenden 3. Jahrtausend nach Christi Geburt lebt fast durchweg von jenen Vorzügen, welche eine Auslöschung oder ein Aufzehren des bereits Gegebenen mit sich bringt. Freilich geht etwas dabei verloren, was uns Menschen irgendwann viel ausmachen kann. Die Profite der Erzeuger solcher Verbrauche werden bloß durch eine Auflösung des Bestands des zuvor Gegebenen erwirkt und sind darum grundsätzlich als endlich von ihrer Art anzusehen. Irgendwann wird so auch noch die letzte Struktur angeknabbert sein. Es besteht bereits jetzt schon manche Gefahr für unser Schicksal deswegen. Man wird es sehen können, was kommt. Was einmal sein wird, das tritt mit Gewissheit ein.

Die vielen vermeintlichen Schätze, Reichtümer, Juwelen und Goldstücke der gegenwärtigen Epoche haben zu nichts anderem ausgereicht als zu einer Weitergabe davon. So viel an scheinbarem Reichtum auch gegenwärtig noch unter uns vorhanden sein möchte, so leichtlebig wird dieser einmal zu verspielen sein. Für ein besseres Leben wird er jedoch kaum benötigt.

Die aktuellen Investitionen in die moderne Technik können sich genauso einmal als eine verkehrte Hoffnung entpuppen. Zu fragil sind ihre Apparate und Maschinen bisweilen, um auf Dauer zu bestehen. Ihre Konstruktionsweise erscheint zudem fraglich. Jener Aufwand, welcher erforderlich sein wird, um unsere Versorgung damit dauerhaft zu betreiben, soll seine eigene Sprache sprechen. Woher soll das zur Erhaltung davon erforderliche Know-How denn bitteschön kommen, wenn diese Dinge erst einmal überaltert sind und sich keiner mehr richtig damit ausgekannt hat? Bewahren wir das heutzutage Gegebene denn ausreichend?

Das sehe ich als eine der Fragen der Zeit an. Von dieser Warte aus kommend möchte ich nun nach und nach einen Übergang zu Rasa und Lila finden. Es gilt mir etwas, Ihnen mit der Zeit zu Geschmack und Spiel so einiges zu berichten. Das werde ich gerne tun, weil ich finde, dass diese zwei Dinge eine gewisse Bedeutung für unser Dasein haben. Wer sich mit so etwas beschäftigt hat, der wird gute Aussichten darauf haben, einen Schlüssel zur Gegenwart seiner Mitmenschen zu finden. Lassen wir diese zwei Aspekte der Wirklichkeit darum nicht einfach so außer Acht! - Sie haben eine hohe Bedeutung für das Zusammenwirken menschlicher Beziehungen. Genau darum sollen sie ihre Berechtigung für uns sowie für das eigene Dasein haben. Mancher Gemeinschaftssinn kann den dazu geleisteten Überlegungen entspringen.

Idee

Ein stiller Moment

Dort, wo die Leere Dir zuteilwird, setze an. Dann wirst Du einmal erfüllt sein. In aller gegebenen Klarheit der Empfindung tritt das Gegebene dort auf. Getreu Deinem eigentlichen Wunsche hast Du so ein echtes Glück zu erfahren. Verwerfe es nicht grundlos!

Manches bereits gegebene Wort bietet Dir einen starken Halt. Da kannst Du es gerne erinnern. Du schaust die Dinge Dir an und verinnerlichst Dir somit das Wesen ihrer Erscheinung.

Idee

Verklebungen im Geiste anerkennen und ausmerzen

Der Geist eines Menschen stattet ihn mit allem erforderlichen Guten aus, dessen man zum Leben bedarf. Zu gewissen Zeiten ist der Geist klar, zu anderen würde er es nicht sein. Da trüben gewisse innerliche und äußerliche Vorgänge zeitweilig das Bedenken eines Menschen. Um sich davon zu lösen, bedarf es einer Aufhebung der Trübsal. Man verschaffe sich eine geeignetere Atmosphäre und auch ein besser geeignetes Werk. Dazwischen steht man selbst, verbindet Inneres und Äußeres, Einwirkung und Auswirkung. Gehen wir doch sanft und behutsam mit uns um. Auch zu den anderen Menschen sollten wir nicht anders sein. Jeder hat es sich verdient, dass man ihn für sein Dasein anerkennt. Jeder Mensch wird allein schon durch seine Anwesenheit einer guten Sache zu dienen wissen.