Zur kurzen Einführung

Dokumentation

Biographisches

Während meiner frühen Jugendzeit mit circa zwölf oder dreizehn Lebensjahren habe ich damit begonnen, mich mit dem Üben von einfachen Asanas und dem Pranayama zu befassen. Die Anleitungen dazu habe ich einem Buch aus der Bibliothek meines Vaters entnommen. Die Autoren dieses Buches sind Selvarajan Yesudian und Elisabeth Haich. Das Buch trägt den Titel 'Sport & Yoga' und ist im Drei Eichen Verlag auf deutscher Sprache in mehrfacher Auflage erschienen.

Manchmal habe ich zuhause in meinem Jugendzimmer den Yoga in der Praxis geübt, manchmal bin ich dazu aber auch an den See oder zu einem Park gegangen. Dabei ist es mir wichtig gewesen, nicht an einer zu exponierten Stelle zu üben.

In einem kleinen, wenig besuchten Park in meiner Heimatstadt Offenburg, der sogenannten Gustav-Rée-Anlage, habe ich eine ganze Zeit lang, so etwa von meinem 15. Lebensjahr ab immer um ca. 16.30 Uhr nachmittags für etwa eine Stunde die in dem bereits erwähnten Buch besprochenen Haltungen und Atemtechniken einstudiert. Mir ist es seit dieser Zeit sehr wichtig, mich gut in meinen Körper einzuleben und mir das auch zu erhalten.

Heutzutage studiere ich aber allein nur mehr sehr selten solche Übungen ein, wie ich das zu meiner Jugendzeit getan habe. Das Yoga ist für mich zu einem ganzen Kosmos an Möglichkeiten, Gelegenheiten und Sphären geworden. Von diesem habe ich mittlerweile zwar manche Kenntnis, weiß es aber, dass ich ihn nicht gänzlich ausschöpfen könnte.

Auch wenn es wahr sein wird, dass ich manche der unterschiedlichen Körperhaltungen des Hatha-Yoga, welche mit dem Begriff 'Asana' richtig benannt sind, aufgrund zu geringer Kräfte derzeit nicht richtig durchführen könnte, so bin ich doch weiterhin mit dem Gehalt dieser Dinge befasst. Hin und wieder, wenn ein Tag von besonderer Bedeutung für mich gekommen ist, setze ich mich nach wie vor auf den Fußboden bei mir zu Hause. Dann befasse ich mich eine ganze Zeit lang vorrangig mit mir selbst.

Die Erkundung einer Funktionalität des eigenen Leibes hat mir mitunter große Freude bereitet. Dabei kommt es mir auf die Herangehensweise an. Zudem meditiere ich. Mit Musikinstrumenten lerne ich es, mich präzise zu koordinieren. Das soll gutartige Momente bei mir auslösen. Diese möchte ich gerne im eigenen Dasein erfahren. Es entsteht zuweilen ein wunderschönes Empfinden bei mir, wenn mir das eine oder andere dabei gut gelingt.

Inzwischen bin ich schon ein ganzes Stück des Wegs gegangen und kann es sagen, dass ich erwachsen geworden bin. Man wird zusehends etwas ruhiger und gelassener mit dem Alter. Manche Dinge meines Daseins sind im Laufe dieses Lebens für mich fast schon zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Ich habe mich an deren Vorhandensein mittlerweile gewöhnt. Ich kann mit mancher Sache schon gut umgehen und komme dabei zurecht, wenn ich das mache.

So ist es gegeben, dass ich kaum mehr auf die Durchführung meiner Lebenspraxis Einfluss ausübe. Einer Korrektur meiner Körperhaltung widersage ich in der Regel. Deren gegebene Form erkenne ich an, wie sie ist. Das hat mit einer Optimierung wenig zu tun. So hoffe ich meinen Bezug zu dem, was mich bedingt, zu bewahren. Der Leib eines Menschen verfügt über vielerlei Lokalitäten, auf welche Einfluss ausgeübt werden kann. Diese sollen miteinander in Einklang stehen, ihre Verbundenheit als Ganzes kann das möglich machen. Gar vieles soll zugleich an uns wirksam sein. Wer kennt einen Anfang und ein Ende davon? - Diesem Gedanken soll es geschuldet sein, dass ich auf meine Dinge keine willentlich bewirkten Manipulationen ausübe.

Schließlich sind wir doch einzig. Wir leben in der Verbundenheit mit einer hermetisch abgeriegelten 'Burg, Festung oder Stadt', welche alles an uns ausmacht. Über 'Zugbrücken und Stege' kann diese sich zum Umland hin öffnen. Das bräuchte sie aber nicht zu tun. Da kann der Mensch so leben, wie er ist. Sehen wir das für uns selbst so vor, dann prallen die Eindringlinge auch an den Festungsmauern dieser Burg ab.

Idee

Effekte beim Üben von Yoga & Co.

Es ist zu beobachten gewesen, dass beim Üben von bestimmten Posituren zeitweise bei mir eine plötzliche Bewusstlosigkeit hervorgerufen worden ist. Dann hat der 'Strom' ausgesetzt und ich bin hingefallen. Ich habe das so erfahren. Das Yoga wäre darum eigentlich als eine große Sache und eben gerade nicht als eine kleine richtig aufzufassen. Es würde nicht immer allein nur sanft und geschmeidig dabei zugehen, sondern manchmal sind eben auch üble Nebenwirkungen zu erwarten.

Um jene Übungsreihen, welche beim Yoga gelehrt werden, selbst sinnvoll durchzuführen, wird es der praktischen Unterstützung eines geübten Lehrers bedürfen. Das soll jemand sein, welcher die notwendigen Korrekturhinweise kennt und diese auch weitergibt. Solch einen Lehrer in Europa zu finden ist praktisch sehr schwer. Und wenn man doch jemanden kennengelernt hat, der so etwas macht, könnte man es doch nicht sagen, ob er das getreu der Kultur des Yogas praktiziert. Schließlich würde es eine solche bei uns in Europa nicht geben. Da hängt man sehr in der Luft, wenn man sich zu frühzeitig auf einen vermeintlichen Lehrer einlässt. Wo ein brauchbarer Lehrer zu finden sein wird, das soll also offen bleiben. Vielleicht wäre es angebracht, den Weg der Tugend zuvor zu beschreiten.

Auch das Yoga basiert auf einem System der Ordnung. Dhamma oder dharma wird diese in mancher indischen Sprache genannt. Sie soll das kosmische Gefüge erhalten. Umsicht wäre von jemandem zu fordern, welcher mit Zuhilfenahme der Übungen des Yoga seinen Leib in Einklang zu bringen versucht. Schließlich besteht doch der Mensch aus einem Zusammenwirken von Körper, Seele und Geist.

Dokumentation

Individuelles

Mir selbst geht es hier auf dem Wiki 'Hatha' darum, es zu dokumentieren, was ich beim Üben mancher Asana und bei der Durchführung der Technik Pranayama einmal in meinem Dasein für Staub aufgewirbelt habe. Ein Anwenden dieser Übungen sowie jene für mich klar hervorgetretenen Ergebnisse meiner Meditationen haben mein Leben zuweilen so stark bereichert. Es gilt mir da etwas, hier davon zu berichten, was mir diese Dinge bedeuten.

Gewiss wird mancher Gedanke über jene Bedeutung der existenziellen Bedingungen dieses Daseins als Mensch heute für mich anders ausfallen, als er das zu meiner Jugendzeit getan hat. Und doch würde das nichts anderes als der notwendige Gang der Dinge sein, welcher ein Dazulernen wie auch ein Wechseln der Standpunkte ermöglicht hat. Ich möchte das nun versuchen, gerade auch für die Leser dieses Wikis es verständlich aufzuzeigen, was für mich der gültige Weg in Bezug auf diese Lebenspraxis sein wird.

Idee

Eine eigene Sichtweise

Der Yoga stammt aus einem anderen Kulturkreis. Er ist gerade kein Abklatsch einer europäischen Denkweise. Vielmehr ist er eigenständig. Zuweilen sind moderne Systematiken des Yogas auch gerade zum Zweck einer Identifikation mit indischen Werten entstanden. Eine Notwendigkeit zur Stiftung solcher Werte hat daraus resultiert, dass der indische Subkontinent sehr lange Zeit von Europäern dominiert worden ist. Moderne Varianten des Yogas richten sich also an die Inder selbst. Sie sollen diesen zu einer erneuerten Stärke der eigenen Identität verhelfen. Aus diesem Blickwinkel gesehen wäre es näher an dieser Praxis als alles andere, wenn man als Europäer seinen Sinn in der Identifikation mit dem abendländischen Kulturkreis finden kann. Doch weit gefehlt. Die asiatischen Ausbildungssysteme erfahren hierzulande, gerade was eigenständige Aktivitäten der Menschen innerhalb ihrer Freizeit betrifft, erheblichen Zulauf. Manche Publikation aus diesem Teil der Welt hat großen Zuspruch bei einigen intellektuellen Persönlichkeiten erlangt und prägt seitdem auch den europäischen Kulturkreis mit.

Was bedeutet das? - Es gilt mir etwas, zuvorderst einmal die Gegebenheiten der gesellschaftlichen Strukturen unterschiedlicher Völker und Staaten differenziert zu betrachten und deren Unterschiedlichkeit als Eigenschaft anzuerkennen sowie diese zu benennen. Ich untersuche hier jedoch allein nur den europäischen und den asiatischen Kulturkreis. Diese habe ich auch in nicht mehr als in einem einzigen Punkt einander gegenübergestellt. So ergibt sich eine augenscheinliche Unterscheidungsmöglichkeit bei der Betrachtung der grundsätzlichen Einstellung zum Leben für diese beiden Gruppierungen.

Entgegen jenem Individualismus, mit welchem manch ein Asiat sein Leben zu meistern versucht, besteht für solche Mitglieder der Christenheit, wie ich einer bin, ein Lebenswandel, bei dem man sein Heil in der Angliederung an eine Gemeinschaft mit Christen sucht. Was sich daraus ergibt, wird folgenschwer sein. Es wirkt sich mannigfach auf Grundsatzentscheidungen aus.

Dokumentation

Gebote einhalten

Es gilt mir selbst als gut, wahr und richtig, es zu bekennen, dass ich die Gebote nicht benennen können würde, welche es von einem Yogin einzuhalten gilt. Das soll so wahr sein, wie ich es hier sage. Eine Ausnahme davon bildet aber jenes Gebot, welches mit dem Wort Ahimsa bezeichnet wird. Ahimsa verkörpert ein Nichtverletzen anderer Lebewesen. Das wäre ein sehr wichtiges Prinzip auch für einen Menschen wie mich. Wie weit dieser Begriff gefasst sein kann, wird bei der Religion der Jaina sichtbar. Dieser Gruppierung fühle ich mich als Christ sehr verbunden.

Weitere Prinzipien soll es geben, welche dieses erste Gebot unterstützen und erweitern. Insgesamt beträgt die Summe der hauptsächlichen Gebote für einen Yogin fünf an der Zahl. So weit kann ich mich an jene Aussagen der früher von mir betrachteten Textquellen erinnern. Benennen würde ich die vier weiteren Gebote jedoch gerade aufgrund von Wissenslücken nicht.

Wer es glaubt, dass er, ohne genau diese Verhaltensgrundsätze richtig zu praktizieren, das Yoga erlernen oder gar richtig verstehen wird, der versuche es eben. Es wird sich schon zeitnah aufzeigen, ob das etwas Mögliches sein kann.

Idee

Auffassung einer Gegebenheit

Einen Hinweis möchte ich dem Adepten des Yogas nahelegen. Wer von Anfang an erfolgreich bei der Durchführung einer Sache sein möchte, der soll vor allen Dingen jene Anfängerfehler vermeiden, welche es dafür gibt.

Wir sollten es aber nicht glauben, dass wir somit keine Anfänger sind. Das wäre zu gewagt. Es soll für uns so vorgegeben sein, dass wir eine ganze Zeit lang ein solcher bleiben werden.

Es wird zur Erlangung einer Wahrheit alles zu unterlassen sein, was die Basis dieser Sache unterhöhlt. Zum Erreichen des mit dem Yoga verbundenen Ziels der Selbstfindung oder Selbstverwirklichung entgegengesetzt wirksam wird so einiges sein. Zuvorderst sollen da Ablenkungen und Suggestionen genannt werden. Manipulationen des Bewusstseins haben genauso wenig etwas mit dem Yoga gemeinsam. Wer diese bei anderen oder sich selbst zur Erlangung von Zielen einsetzt, der betreibt menschlichen Missbrauch.

Stellen wir doch einfach für uns selbst gewisse Maßstäbe auf, welche unserer Haltung ihre innere Ausrichtung verleihen werden. Tendieren wir dabei nach Osten, zum Gesicht der Morgensonne hin. Werden wir diese erst einmal in der Wahrhaftigkeit des eigenen Angesichts erschauen, dann haben wir es zu verstehen, was uns dabei gewahr wird. So wird die Natur dieses Erdkreises zum Schlüssel der Erfahrung von menschlichen Phänomenen.

Unser europäischer Kulturkreis mit seiner christlichen Prägung wird damit zurechtkommen, dass wir uns auf solche Dinge ausrichten, die es gibt. Das Christentum ist keines der Leugnung von Gegebenheiten. Ohne eine Auffassung der natürlichen Gesetzmäßigkeiten eines Menschendaseins verliert es an Wert, was nicht zu geschehen bräuchte. Gewinnen wir doch einfach durch unsere innerliche Öffnung gegenüber der Gegebenheit dieses Erdkreises mit unserem Menschendasein die erforderliche Erkenntnis zur Auffassung des Wirklichen hinzu.

Unsere Wirklichkeit, wie wir sie begreifen, ist für den philosophisch-spekulierenden Inder eine Illusion, welche er als Maya bezeichnet. Das soll ein Schlüsselwort sein, welches zu vielem zu gebrauchen ist. Es wird manchmal korrekt verwendet, manchmal wird aber auch kein Kontext dafür aufzufinden sein, welcher diesen Begriff belegt. Im Gegensatz zur Maya, dieser Illusion der Erscheinung der Welt tritt der Mensch mit seinen persönlichen Beziehungen in Kraft. Da er sich nicht im kosmischen Gefüge der Ordnungskräfte dieser Welt aufgelöst hat, sondern vielmehr diese zur Gewinnung von Liebschaft und Freundschaft, Bruderschaft und Familie einsetzt, überwiegt jener Anteil auch dessen Auffassung der Gegebenheiten. Da wird die Wirklichkeit endlich als menschliche Größenordnung aufgefasst, verstanden und geprägt.

Dokumentation

Kleines Bekenntnis

Gerne bekenne ich mich zu meinem eigentlichen Standpunkt bei den dafür geeigneten Menschen.

Ich habe jene Dinge des Yoga keinesfalls einstudiert, um einmal von einer Sinnestäuschung übermannt zu werden. Aus diesem Grund habe ich es immer wieder erneut versucht, eine Durchführung von möglicherweise für mich selbst schädlichen Übungen zu vermeiden. Auch habe ich kaum so intensiv geübt, wie andere das zuweilen schon getan haben. Große Ruhephasen haben meine mentalen Möglichkeiten dann wiederhergestellt, wenn ich keine Lust mehr auf die Praxis des Yoga gehabt habe. Und solche hat es bisher schon viele in meinem Leben gegeben.

Mit der Abfassung dieses Wikis möchte ich etwas Licht ins Dunkel meiner Jugendzeit bringen, zu welcher ich durchaus angefressen vom Yoga und seiner Disziplin gewesen bin.

Das vielfach bei mir verloren geglaubte Gefühl einer eigentlichen Kräftigung und Stärke habe ich in jüngerer Zeit für mich wiederherzustellen versucht. Ich glaube es, dass das, was von mir gut erinnert werden kann, mich auch mit einem gewissen Potential ausstattet. Allein nur dieser Sachverhalt soll für mich schon ein Grund zur Motivation für das Verfassen dieses Wikis mit Namen 'Hatha' sein. Über meine eigenen Erfahrungen mit dem Yoga möchte ich hier schreiben.

Mit der sprachlichen Aufbereitung jener früheren Umtriebigkeiten von mir bekenne ich mich jetzt einmal zu mir selbst und meinem eigenen Dasein. Dank der Benennung von solchen Gedanken und Ideen, wie ich sie wirklich an mir trage, möchte ich eine Brücke zu mir selbst schlagen. Es ist einer meiner eigentlichen Wünsche, dass ich mir etwas mehr an Klarheit über mein eigenes Dasein zu früheren Zeiten meines Lebens verschaffen möchte. So bilde ich mein Gutes und gestalte es aus. Dabei entsteht etwas, das wie ein Weidenkorb aus geflochtenen Strängen zu sein scheint.

Das mache ich so, weil sich so etwas mit Substanz und Struktur ergibt, dessen ich bedarf.

Ansatz

Eine Form einnehmen

Der Yoga wird bei uns im Westen gerne als ein körperliches Schulungssystem aufgefasst und mit einer soften, sportlichen Betätigung gleichgesetzt. Von diesem Ausgangspunkt ausgehend möchte ich es versuchen, das Ihnen zu verdeutlichen, wie man dabei zu Erfolgen kommt.

Der Körper würde nicht allein nur die stoffliche Hülle eines Menschen sein, er beinhaltet auch alle Arten der materiellen Eigenschaften, welche uns durch die Natürlichkeit des Menschendaseins zuteilwerden. Dabei wird er zu einem Anhaltspunkt für unser achtsames Gewahren.

Wir finden dank eines gewissen Fokus auf Lokalitäten an diesem Leib zu mentalen Zugängen zu diesem. Da gewahren wir Ansammlungen von Energien. Solche können erscheinen.

Manches davon wird auch als Potential zu vernehmen sein. Da erscheint es ohne Ausformung und dient uns als Reservoir für zusätzliche Kräfte, welche wir, je nach unserem Bedürfnis dazu abrufen möchten. Das sollen latent vorhandene Ausprägungen unserer Lebenskraft sein. Ohne solche zu besitzen, wären wir bald am Ende unserer Möglichkeiten angelangt.

Um nun, körperlich gesehen, eine Haltung einzunehmen, bedarf es mancher richtigen Zuordnung des Leibes zu unserer mentalen Eigenschaft, dem Geist in seiner Selbstauffassung. Schauen wir dazu unvermittelt auf, gewahren wir das Dasein in seiner einfachen Erscheinung. Das wird die Stufe sein, welche noch alles für uns bereithält, was eigentlich einem Menschen möglich sein wird. Nichts davon haben wir zu diesem Moment schon ausgestaltet.

Um uns einen größtmöglichen Anteil dieses Kosmos zu erhalten, sollen wir es begreifen, dass jede Emanation des Geistes einen Verbrauch von Potential erwirkt. Durch Festlegung geschieht das, ein Einsatz unserer Kräfte bewirkt deren Endlichkeit. Die Disziplin des Yogas möchte den Menschen darin schulen, günstige Verhältnisse dafür zu finden, wie er sich gestaltend in diesem Dasein einsetzen kann, ohne sich dabei einen eigentlichen Kraftverlust einzufangen.

Da gibt es vielerlei Arten von Ursachen dafür, was einen Kraftverlust an einem Menschen auslösen wird. Heftig ist dieser, wenn eine Katalyse bei uns stattfindet. Dann bricht der innere Tempel des Menschen zuweilen zusammen und würde zu nichts anderem als Staub und Rost zerfallen.

Doch der Saphir der Seele spiegelt das Licht wider, welches bei ihm erscheint. In der Kraft seiner eigenen Farbe erscheint es da. Und alles Lichte widersetzt sich dem Chaos der Beliebigkeiten.

Um nun der körperhaften Form ihre Eindeutigkeit zu verleihen, kann der Adept einen einfachen Trick anwenden. Dabei wird es zu bekunden sein, dass die Form ein Zusammenwirken seiner Kräfte bedeutet. So ist der Leib des Menschen zu verstehen.

Das Einnehmen einer Form wird gerade zu jenem Moment erforderlich sein, zu dem wir aktuell uns vorfinden. Da sind wir im Einklang damit geblieben, wenn wir nicht die Haltung wechseln würden. Ausgehend von dieser Warte sollen wir damit beginnen, die Formen des Leibes durch Anzug der Glieder zu schulen. Ohne einen zusätzlichen Druck zu erzeugen, finde das statt. Zuweilen tritt ein solcher zwar auf, aber das soll lediglich zu einer grundsätzlichen Stabilisierung der Körperstatik dienen. Nichts Weiteres würde dadurch geschehen. Also wäre das ungefährlich.

Ein Anzug der äußeren Punkte unserer Glieder wird es uns erlauben, den Leib spielerisch zu erkunden. Zuerst lösen wir dadurch alles an uns auf, was wir noch gegriffen haben. So lösen wir unsere Hände von den Werkzeugen, so verlassen wir unsere Füße und deren Stand. Etwas werden wir dadurch auch gewinnen. Das soll eine Einheit unserer Kräfte verwirklichen. Schlussendlich werden wir auch die eigene Gewichtskraft einzusetzen lernen. Sie ist die emanierte Größenordnung unserer Stärke und wird ursächlich für vieles sein. Als Phänomen dieser Natur ist diese permanent gegeben, wenngleich sie virtuell sein wird. Man kann sie also aufheben.

Wer das alles verstanden hat, der möchte es jetzt gerne versuchen, seinen Leib durch Anzug zu einem Einzug in richtig koordinierte Formen zu bewegen. Annahme und Rezeption, Lösung und Aufgabe werden damit einhergehen. Einen Erfolg würde man jedoch nicht erzwingen können. Damit müssen wir unseren Frieden machen. Halten wir dazu doch an dem einfachen Gedanken fest, dass alles zu seiner Zeit geschieht.

Dokumentation

Lagerfeuergeschichten

Mir selbst ist zeitweise der Wunsch, aber auch der Wille eingegeben, meinen Mitmenschen zu gegebenem Anlass etwas zu erzählen. Das mache ich dann, wenn eh etwas bei mir in den Gedanken aufkeimt. Dann führe ich das zeitnah aus. Nicht viel Bedeutsames, aber mancher schöne Moment würde so freizusetzen sein.

Zuweilen sehne ich mich nach den Zeiten meiner Jugend zurück, zu welchen ich oft am Lagerfeuer gesessen habe. Da haben die Flammen am Holz gewirkt. Das Feuer beschaue ich gerne. Es eröffnet mir Zusammenhänge.

Idee

Eine Stellungnahme

Die Prinzipien des Lebens soll dem Übenden ein Meister dieser Sache nahebringen. Das erkenne man an und mache sich mit Lust daran, seine Mitmenschen aufzusuchen und mit diesen zu sprechen. Ohne solche Konversationen würde eigentlich gar nichts zu erreichen sein, gleich welche Disziplin man verwirklichen möchte. Den Regeln der Gesellschaft entspreche man dabei, wenn man sich äußert. Man denke nach und gewahre so etwas davon, was die Menschen, aber auch uns selbst bedingt.

Die Normen einer Gesellschaft würden nicht ohne Grund gegeben sein. Diese sollen fortbestehen. Darum soll es uns ein wertvoller Rat sein, dass wir es anerkennen möchten, wie es wahr ist. Sprechen wir recht. Drücken wir unsere Kenntnis ordentlich aus. Nehmen wir daran teil, was gegeben ist. Enthalten wir uns, wenn wir nichts von einem Sachverhalt gewusst haben. Besser als eine Umwälzung der Gesellschaft wird deren Bestand für uns sein. Im Frieden kommt man einfach gut mit seinen Mitmenschen klar.

Streben wir einem Erhalt solcher Gedanken und Ideen zu, welche unserem Wissen entsprochen haben. Mehren wir unser Vermögen, indem wir es absichern. Da werden die Momente des Lebens dadurch bereichert, dass wir etwas Geeignetes zu sagen haben.

Auch zu schweigen lohnt es sich. Dabei generieren wir unsere Geisteskräfte.

Gewisse Tugenden gelte es sich selbst anzueignen, wenn sich dafür bisher noch keine Gelegenheit ergeben hat. Dazu sollen wir es für uns festmachen, welchen Errungenschaften der menschlichen Zivilisation wir zusprechen können. Diese verkörpern einen reichhaltigen Schatz an Fruchtständen. Davon möchten wir uns ernähren. So vermögen wir es bald, zu erwachsen, weil wir dem Gedeihen von uns selbst Raum gegeben haben.

Man gewöhne sich zeitlebens besser an die Bedeutung des Guten, Wahren und Richtigen. So wird etwas in unserem Leben eintreten, das uns entspricht.

Gedanke

Ein Maß für das Gute

Der Impuls ist eine für den Moment wirksame Größenordnung, welche imstande dazu ist, unsere Position abzuändern. Dabei spielt es keine Rolle, wie dieser entstanden ist. Durch was auch immer er wahr wird, er ändert das Gegebene nachhaltig ab, sobald sich eine Gelegenheit dazu geboten hat.

Das Dasein eines Menschen wird eines sein, bei dem man sich immer wieder einmal erneut einfinden muss. Die geänderten Gegebenheiten des Lebens treten unregelmäßig in Kraft. Damit sollen wir zurechtkommen. Es ist schon immer so gewesen, dass der Wandel der Dinge keiner Regel folgt. Sonst wäre es ja keiner. Eine Erhaltung der Konstellation unseres Kosmos oder Daseins verlangt dem Menschen unterdessen Erhebliches ab. Große Kräfte hat er dabei zu erzeugen, um den Erfordernissen seines Daseins gerecht zu sein. Nicht jedem würde es vergönnt sein, das zu schaffen. Ein bloßes Überleben des Menschen macht noch keine zivilisierte Gesellschaft aus.

Dokumentation

Ein Gedankeneinschub

Hier auf dieser Webseite mit Namen 'Hatha' möchte ich Ihnen etwas von meiner eigenen Erfahrung im Umgang mit dem Yoga berichten. Das Buchwissen, welches mir zur Erkundung dieses Themengebietes genügen hat müssen, ist weder umfassend von seiner Art, noch klar strukturiert gewesen. Da habe ich es irgendwann eingesehen, dass ich eine Zusammenfassung davon brauche, welche zu einer Konklusion davon geeignet ist, was ich kennengelernt und verstanden habe. Das möchte ich meinem Textwerk dazu voranschicken.

Ich erkenne für meine eigenen Befähigungen klare Begrenzungen an. Ein mir zu eigenes Potential zielgerichtet abzuschöpfen wird erforderlich, aber erst noch von mir zu erlernen sein. Eine Eingrenzung jener für mich möglichen Dinge auf eindeutige Gegebenheiten soll manchen Wert davon verständlich machen, was ich zu Datei bringe. Es soll so wahr sein, dass Sie als Leser gewiss das eine oder andere vom Dargestellten besser zuzuordnen wissen, als ich das getan habe. Verzeihen Sie mir darum bitte, wenn ich in dieser Schrift zuweilen auf Abwege geraten bin. Ich möchte sie dadurch weder verstört, noch überfordert haben.

Dokumentation

Zugänge zum Yoga

Schon seit geraumer Zeit befasse ich mich mit dem Sammeln von Literatur zum Gebiet des Yoga und dem direkt daran angrenzenden Tantra. Da habe ich zu Anfangs noch keinen Überblick darüber gehabt, was es dabei alles zu entdecken gibt. Hin und wieder habe ich manche Lektüre zur Hand genommen und mich damit befasst, was sie mir vermittelt. Hernach habe ich einiges davon in meinen Lebensalltag übernommen. Da ist mein Dasein zuweilen von solchen Dingen stark angereichert gewesen, wie sie damit zu tun haben. Nicht zu jeder Zeit hat das etwas Gutes für mich bewirkt. Einige Dinge davon haben für mich zu unhaltbaren Manifestationen geführt. Da habe ich manches einfach wieder aufgegeben.

Mein Dasein als Mensch sollte nicht zu einem Spektakel der Turnübungen verkommen. Auch möchte ich nicht in mentale Unwägbarkeiten abdriften. Da präferiere ich eher eine Eindeutigkeit des Gegebenen und erkenne dessen Trivialität als ein Basiswissen des Menschen an. Ein solches zu festigen, das soll dafür weiterhelfen, dass man ein gutes Leben zu führen weiß.

Es möchte auf manchen verlockend wirken, wenn der indische Kulturkreis seine Geheimnisse offenbart. Doch soviel Gras wir auch geraucht haben, das würde das wirkliche Verhältnis von uns selbst zu unserem Dasein nicht verbessern. Da möchten wir darauf verzichten, uns selbst durch Rauschmittel zu schwächen. Das Joch des Lebens würde nicht leichter sein, allein nur weil man es abgeworfen hat. Man versagt da, würde aber dadurch nicht zu etwas ermächtigt sein. Da gibt der Mensch auf und erliegt einer Illusion des Glückes. Das aber wird das Wesen dieser Schöpfung sein, für welche wir nichts gekonnt haben. In ihr besteht quasi kein Unterschied zwischen einem Menschen und einer Fliege. Beides sind Lebewesen und als solche ein Teil von ihr. Für sich gesehen wird das Individuum somit ein sehr geringer Anteil des Ganzen sein. Eine Natur dieser Welt würde das wahrscheinlich nicht verachten, was wir sind, aber auch nicht in demselben Maße verkennen, wie das der Mensch mit seiner Neigung zur Selbstüberhöhung zu tun vermag.

Gedanke

Auf der Suche sein

Wer wird ein guter Lehrer für uns sein? Soll das etwa derjenige sein, welcher nicht ins Geschehen bei uns eingegriffen hat?

Idee

Sinn des Yoga

Das Erkennen und Einhalten der Gesetzmäßigkeiten der Natur wäre vorrangig wichtig für einen jeden, der es ernst mit seinen Dingen meint. Wer mit etwas Vorhandenem auf eine durch die Natur wirklich vorgegebene Weise umgehen möchte, der halte diese getreulich ein.

Er lasse sich gerade nicht allein nur von solchen Gegebenheiten, wie seinen Wünschen, Hoffnungen, Erwartungen und Bedürfnissen zu einem willfährigen Dasein verleiten, sondern er erfülle sich diese selbst, wann immer das gut sein wird. Da soll das Sinn für ihn behalten. Dazu wäre der Mensch da, dass er aus seinem Dasein etwas macht, was von guter Art sein wird. Darum hat er es selbst hinreichend zu klären, was ihn ausmacht. So wird er um sich etwas in Erfahrung bringen. Das soll er aus einem eigenen Antrieb zu leisten wissen.

Wird es auch wahr sein, dass manche Leute die Dinge ihres Daseins etwas arg zergliedert haben und dieses nicht mehr als eine Einheit des Gesamten ansehen, so würde das doch nicht der gültige Weg für mich sein. Was dabei über das Wesen der Dinge in Erfahrung gebracht wird, ist durch ein Sezieren entstanden. Wie kann es da noch heil sein? Was daran wird gut für den Menschen sein und was hat man zu verwerfen?

Das Gesamte gilt es im Auge zu behalten. Das Wesen der Natur ist nun einmal einfach eines, welches aus ganzen Dingen besteht und auch so beschaffen sein wird. Um eine Kontrolle darüber zu verwirklichen, was natürlich ist, kann man das Gegebene lediglich anordnen und zuordnen. Anders wird man keine Erkenntnis über sie erlangen.

Eine Untersuchung der Dinge finde da statt. Diese erhalte das Gegebene als etwas Heiles, als das Lebendige per se. Ein Erkennen der wahren Dinge wird allein nur als ein Ganzes für das Gesamte möglich sein. Dann soll eine Erkenntnis anzuerkennen sein, wenn das Leben durch sie erhalten wird.

Man behalte also seinen Respekt vor der Schöpfung und ihren Kreaturen (die Tierwelt) wie auch ihren Kreationen (die Pflanzenwelt und die Nahrungsgrundlage) bei. Man wird auf diese Weise die gleichen Dinge untersuchen können, aber auf eine einträgliche Weise dabei vorgehen. So wird man manches Nützliche erfahren und verstehen. Das wäre der unverkürzte Weg hin zu einfachen Wahrheiten. Es wird aber auch der direkte Weg zur Erkenntnis des Lebens sein. Mit Achtsamkeit begegne man den Dingen, die da kommen.

Diese Haltung habe ich in meinen Schriften als eine der Menschwerdung bezeichnet. Sie wird als Prozess richtig verstanden. Einen solchen Weg versuche ich zu beschreiten und manchen Progress dabei zu verwirklichen. Das ist etwas, was mein Dasein ausmachen soll.

Der Yoga versucht es, dem Menschen einen Zugang zu sich selbst zu verschaffen. Die eigentliche Ausbildung als Adept und Schüler eines Meisters wird geradezu getreu dieser Hinsicht durchgeführt. Dabei lernt es der Mensch sich als Subjekt aufzufassen und seine Talente zu verwirklichen. Das fängt bei den einfachsten Dingen an.