Zur kurzen Einführung

Dokumentation

Biographisches

Während meiner frühen Jugendzeit mit circa zwölf oder dreizehn Lebensjahren habe ich damit begonnen, mich mit dem Üben von einfachen Asanas und dem Pranayama zu befassen. Die Anleitungen dazu habe ich einem Buch aus der Bibliothek meines Vaters entnommen. Die Autoren dieses Buches sind Selvarajan Yesudian und Elisabeth Haich. Das Buch trägt den Titel 'Sport & Yoga' und ist im Drei Eichen Verlag auf deutscher Sprache in mehrfacher Auflage erschienen.

Manchmal habe ich zuhause in meinem Jugendzimmer den Yoga in der Praxis geübt, manchmal bin ich dazu aber auch an den See oder zu einem Park gegangen. Dabei ist es mir wichtig gewesen, nicht an einer zu exponierten Stelle zu üben.

In einem kleinen, wenig besuchten Park in meiner Heimatstadt Offenburg, der sogenannten Gustav-Rée-Anlage, habe ich eine ganze Zeit lang, so etwa von meinem 15. Lebensjahr ab immer um ca. 16.30 Uhr nachmittags für etwa eine Stunde die in dem bereits erwähnten Buch besprochenen Haltungen und Atemtechniken einstudiert. Mir ist es seit dieser Zeit sehr wichtig, mich gut in meinen Körper einzuleben und mir das auch zu erhalten.

Heutzutage übe ich aber allein nur mehr sehr selten solche Übungen ein, wie ich das zu meiner Jugendzeit getan habe. Das Yoga ist für mich zu einem ganzen Kosmos an Möglichkeiten, Gelegenheiten und Sphären geworden. Von diesem habe ich mittlerweile zwar manche Kenntnis, weiß es aber, dass ich ihn nicht gänzlich ausschöpfen könnte.

Auch wenn es wahr sein wird, dass ich manche der unterschiedlichen Körperhaltungen des Hatha-Yoga, welche mit dem Begriff 'Asana' richtig benannt sind, aufgrund zu geringer Kräfte derzeit nicht richtig durchführen könnte, so bin ich doch weiterhin mit dem Gehalt dieser Dinge befasst. Hin und wieder, wenn ein Tag von besonderer Bedeutung für mich gekommen ist, setze ich mich nach wie vor auf den Fußboden bei mir zu Hause. Dann befasse ich mich eine ganze Zeit lang vorrangig mit mir selbst.

Die Erkundung einer Funktionalität des eigenen Leibes hat mir mitunter große Freude bereitet. Dabei kommt es mir auf die Herangehensweise an. Zudem meditiere ich. Mit Musikinstrumenten lerne ich es, mich präzise zu koordinieren. Das soll gutartige Momente bei mir auslösen. Diese möchte ich gerne im eigenen Dasein erfahren. Es entsteht zuweilen ein wunderschönes Empfinden bei mir, wenn mir das eine oder andere dabei gut gelingt.

Inzwischen bin ich schon ein ganzes Stück des Wegs gegangen und kann es sagen, dass ich erwachsen geworden bin. Man wird zusehends etwas ruhiger und gelassener. Manche Dinge meines Daseins sind im Laufe dieses Lebens für mich fast schon zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Ich habe mich an deren Vorhandensein mittlerweile gewöhnt. Ich kann mit mancher Sache schon gut umgehen und komme dabei zurecht, wenn ich das mache.

So ist es inzwischen gegeben, dass ich kaum mehr auf die Durchführung meiner Lebenspraxis Einfluss ausübe. Einer Korrektur meiner Körperhaltung wiedersage ich in der Regel. Deren gegebene Form erkenne ich an, wie sie ist. Das hat mit einer Optimierung wenig zu tun. So hoffe ich meinen Bezug zu dem, was mich bedingt, zu bewahren. Der Leib eines Menschen verfügt über vielerlei Lokalitäten, auf welche Einfluss ausgeübt werden kann. Diese sollen miteinander in Einklang stehen, ihre Verbundenheit als Ganzes kann das möglich machen. Gar vieles soll zugleich an uns wirksam sein. Wer kennt einen Anfang und ein Ende davon? - Diesem Gedanke soll es geschuldet sein, dass ich auf meine Dinge keine willentlich bewirkten Manipulationen ausübe.

Schließlich sind wir doch einzig. Wir leben in der Verbundenheit mit einer hermetisch abgeriegelten 'Burg, Festung oder Stadt', welche alles an uns ausmacht. Über 'Zugbrücken und Stege' kann diese sich zum Umland hin öffnen. Das bräuchte sie aber nicht zu tun. Da kann der Mensch so leben, wie er ist. Sehen wir das für uns selbst so vor, dann prallen die Eindringlinge auch an den Festungsmauern dieser Burg ab.