Natur und Zivilisation

Etwas aus Afrika - Philosophie

Verbindung von Zeit und räumlicher Orientierung

Die Vergangenheit ist uns bekannt und soll darum vor uns liegen, im sichtbaren Bereich also wird sie sich befinden. Analog dazu kann die Zukunft als im Verborgenen liegend gedacht werden. So wird eine solche hinter uns zu lokalisieren sein.

Schließen wir aber die Augen, so wird uns das alles gewahr. Wer sich einfindet, der kann auch bestehen.

Gedanke

Irregularität der Natur

Eine Wahrheit der Welt, in welcher wir das eigene Dasein fristen, wird das unvorhersehbare Ereignis sein, welches dadurch zustande kommt, dass alles und nichts zugleich das Gesamte davon ausmachen, was die Welt und ihre Natur bilden. Das wird mehr sein, als wir erwartet haben, wenn wir die Welt erschauen. Alle von Menschen emanierten Begebenheiten werden da lediglich Festlegungen von ungewisser Dauer sein. Nichts würde davon ausgenommen sein. Was erscheinen möchte, wird das auch tun. Da endet unser Einflussbereich.

Alle kausal aufgefassten Begebenheiten würden nicht weiterreichen als bis zu deren eigenem Ende. Damit kommt mancher allein nur schwerlich zurecht. Jene, welche die Logik geliebt haben, sollen solche Sachverhalte bei ihren Werken berücksichtigen, welche für das Ende davon stehen. Ansonsten führt die Kausalität davon jede Logik ad absurdum und löscht ein damit verbundenes Wissen unvermittelt aus, indem es das nichtig macht. Da vergeht mancher eigentliche Kosmos einer menschlichen Sphäre. Das wird so geschehen, wie es schon immer stattgefunden hat.

Der überzeugte Mensch wäre einfach borniert. Da hat er keinen Zugang zur eigentlichen Vernunft mehr. Eine dauerhafte Richtigkeit des eigenen Tuns wird für niemanden zu gewähren sein. Eine solche kann allein nur für unbestimmte Zeit zu gangbaren Wegen führen. Danach verkommen diese mit Sicherheit und alles damit Verbundene wird dann wie ein Abgrund sein.

Idee

Distanz und Nähe

Zur Zukunft gibt es keine Distanz. Alles kann wahr werden, weil das erforderliche Grundmaterial dazu bereits gegeben ist. Da bewahren wir uns eine Hoffnung und wenden sie auf unser Dasein als Prinzip an. Da erfahren wir manchen Rückhalt dadurch.

Wir versuchen es, den Idealen von uns gerecht zu sein. Genährt durch einen gewissen Mut, welcher uns dank unserer Hoffnung verliehen wird, gestalten wir den eigenen Lebensweg. Getreu unseres eigenen Wunsches erfüllen wir uns manchen Willen.

Eine Distanz bestünde nicht einmal für das Vergangene. Wir haben kein räumliches Verständnis von Zeit. Wir fassen sie zwar linear auf, aber wir wissen, dass die Grenzen davon durch die Gegenwart bestehen. Da wird das alles obsolet sein, was wir bereits über eine Zukunft oder eine Vergangenheit gedacht haben. Wir erinnern uns jedoch gerne daran, wie wir früher gelebt haben. Da sprechen wir mit Freunden davon, was es uns bedeutet, so etwas erfahren zu haben. Das hat uns bereits im Leben für das Dasein gefestigt. Darum ist uns dieses Dasein so gewiss. Wer seine Existenz im Blickwinkel hat, der kann vor den anderen Menschen bestehen. Dazu sichern wir das Gegebene bereitwillig ab, damit wir etwas haben, von dem wir berichten können.

Gedanke

Eine Ausrüstung des Menschen

Jene Fragestellung, welcherart die Ausrüstung eines Menschen in Wahrheit sein wird, hat sich der Autor Schneider überlegt und dazu manche Antwort gefunden. Darauf möchte er nun erst einmal eingehen, ehe er seine eigene Position dazu verdeutlichen wird. Ein solcher Sachverhalt soll erst danach angesprochen werden.

Man kann sich einen Menschen auf zweierlei Arten denken, um ihn zu verstehen. Da wäre zum einen der mit Objekten umgebene und befasste Mensch zu erkennen. Zum anderen wird er solche Gegenstände aber auch ablegen können und bar davon zu verstehen sein. Wer er ist, das hängt also davon ab, wie er uns gerade erscheint.

Als Gegenstände kommen allein nur solche für ihn in Frage, welche zu ihm passend sind. Das soll sein Wesen verstärken und seine Natur unterstreichen. Dagegen kann eine falsche Auswahl an Objekten dazu führen, dass ein Mensch sich verliert. Da wird er gebannt und vexiert, paralysiert und verdorben wegen solcher Dinge sein. Manches davon wird ihn eine ganze Weile schwächen.

Als ein Mensch wechsle man immer wieder einmal in jenen Zustand der Unabhängigkeit von den eigenen Mitteln. Wozu bedarf man auch eines fortwährenden Bezugs zu jedwedem Gegenstand? - Das wäre doch arg, wenn wir ohne einen solchen nichts können würden. Man gehe dazu in sich und gebe sie aus der Hand.

Da werden sich andere an diesen genauso wie wir zu erproben wissen. Besitzen soll den Gegenstand im Grunde einmal jener Mensch, welcher ihn zu beherrschen gelernt hat. Das wäre Usus unter den Handwerkern.

Dokumentation

Für sich Zeit haben

Der Mensch ist, gerade wenn er allein ist, auf sich gestellt und möchte doch bestehen. Da übernimmt er die Kontrolle über sein Leben, weil es seine Aufgabe sein wird, das zu tun. Dazu widmet er sich dem eigenen Dasein und erfährt in ihm seine Existenz. Das ist sein Leben, es soll doch etwas ausmachen. Darum widmet er sich dem eigenen Erleben des Gegebenen. Das ist seine Quelle. Aus dem Brunnen kann er schöpfen, was das Leben für ihn bereithält. Eine Annahme des Gegebenen führt auf direktem Wege dazu, dass der Mensch etwas hat, das er für sich einsetzen kann. So kann er verfahren, da wird etwas daraus entstehen. Was auch immer er damit freisetzt, es wird so real sein, dass es vorkommt. Dabei wäre es unerheblich, welche Art einer Emanation sich da bei ihm manifestiert. Entscheidend wird es vielmehr sein, woher es rührt und was es mit sich bringt. Etwas, das einer gegebenen Quelle entsprungen ist und sich als Sache auf das Gegebene auswirkt, wird auch da sein. Da kommt es vor und hat sein Gewicht.

Glaube allein nur an das, was Du gewichten kannst! - Die Tatsache, dass es eine Kraft auf Dich ausübt, soll auch bedeuten, dass die Sache überhaupt eine Auswirkung hat. Da ist sie nicht allein nur für Dich vorgekommen, sondern hat auch anderen Leuten etwas ausgemacht. Da wird sie uns gewahr. Wir haben also allen Grund dazu zu eigen, um uns mit ihr zu befassen. Zuerst berücksichtigen wir sie, später binden wir sie auch nutzbringend in das Geschehen ein.

Beschränken wir uns auf solche Dinge, für die wir auch eine eigene Aussage treffen können. Das wäre klug. Ein intelligentes Verhalten des Menschen würde gerade nicht von dessen unbegrenzten Fähigkeiten zeugen, sondern es vielmehr berücksichtigen, dass er seine Begrenzungen erkennt und davon Gebrauch macht, was er weiß.

Freilich verhält es sich mit der Intelligenz wie mit allen anderen Stärken des Menschen auch. Wer mit ihnen posiert, würde dadurch die Sinnlosigkeit seiner Existenz untermauern. Da er sich nicht eingebracht hat, vergeht die Zeit und somit sein Leben. Alles entspricht dem und so bleibt es ungenutzt.

Da ist es gut, wenn wir die eigene Zeit auch für uns einsetzen. Dazu widmen wir uns dem Bekannten, befassen uns damit und bauen so etwas für uns auf. Betrachten wir die eigenen Sphären gut, dann erhalten wir auch vielerlei Gelegenheiten, um unseren Möglichkeiten gemäß zu handeln. Eine Gleichsetzung der Menschen da finde statt. Jeder hat etwas Vergleichbares zu eigen.

Sehen wir den Menschen doch einmal als etwas Ganzes an. Ausgehend von der Warte der Vollständigkeit seines Wesens können wir auch seine Entwicklungen anerkennen und ihm so manches Gute zusprechen. Das weckt Vertrauen, auch führt es zu einer Gewissheit über das wahre Wesen des Glücks. Setzen wir den Menschen mit seinem eigenen Ideal gleich. Vereinheitlichen wir ein solches bitte nicht über Gebühr. Stellen wir es vielmehr heraus, dass es gänzlich unterscheidbare Idealvorstellungen davon gibt, was ein Mensch ist und welcher Weg für ihn gangbar zu sein scheint. Machen wir seinen Erfolg daran fest, wer er ist. So beschauen wir das Wägbare.

Sich mit dem Gegebenen zu befassen, das schafft Raum für das Gute. Wir lenken unser Bewusstsein durch eine Kontrolle der zeitlichen Geschehnisse auf die für uns vorgegebene Sache. Ihr gewähren wir deutlich mehr Raum als den anderen Dingen, welche gleichwohl bedeutend sind, aber für uns ein geringeres Gewicht aufweisen. So kommen wir induktiv in eine Verfassung, welche es uns erlaubt, manche Art der Konzentration freizusetzen. Eine solche möchten wir nicht forcieren. Wir schaffen lediglich jene Rahmenbedingungen, die für ihr Vorkommen relevant wären. Ob sie aufkommt, ja, auch wann sie aufkommt, das wollen wir dem Zufall überlassen. Freilich schaffen wir gute Voraussetzungen dafür, dass er wirklich eintritt. Es leisten wir durch eine Reduktion der Momente, welche für eine Ablenkung bei uns sorgen.

Da kommt es vor allem auf die Zeit dabei an, zu der wir uns für die eigene Sache einsetzen. Jedoch ist nicht der genaue Zeitraum und auch nicht der exakte Zeitpunkt für sie entscheidend gewesen, sondern lediglich die Dauer unter Berücksichtigung unserer eigenen Verfassung hat dafür Relevanz. Wird eine solche gut sein, dann benötigen wir auch weniger Zeit zur Erlangung unserer Zielvorgaben.

Gewöhnen wir uns doch einfach an solche regulären Gesichtspunkte des Gegebenen. Das soll uns manches für das Leben leichter machen. So wird uns vieles möglich sein.

Gedanke

Selbsterkenntnis als Weg

Eine Auflösung des Gegebenen würde zu nichts führen, weil es das Gegebene zerlegt. Der althergebrachte Ansatz, dass man das Gegebene beschauen muss, um den wahren Weg zu finden, auf welchem die Dinge miteinander vereinbar sind, soll richtig sein. Das führt nach wie vor zu deren Beherrschung. Schaut man sich jedoch allein nur die Lösungen an, so schreibt man auch mit Sicherheit von jemandem ab. Das käme einem Rezitieren von unverständlichen Phrasen gleich. So wird die Frucht ohne Geschmack sein. Noch das feinste Gewürz hat ihn nicht verbessert. Das alles ist so fade.

Impuls

Eines Menschen Schöpferkraft

Eine Wissenschaft, die es aus ihrem Wahrnehmungsbereich ausgeklammert hat, was sie mit ihren Mitteln gerade nicht verstehen würde, kann keine umfassende sein. Das Dasein beruht auf einer Berücksichtigung des Gegebenen und so finde ihre Anwendung allein nur dort statt, wo das erfüllt ist, dass es berücksichtigt werden kann. Das Vorkommende vernachlässige man keineswegs. Alles andere als das wäre gewisslich ein Schmu.

Da verkommt das Gut bei uns. Einen solchen Gedanken zu verwerfen oder gar zu verteufeln, allein nur weil er nicht ins übliche Schema der Verherrlichung der Wissenschaftsdisziplinen bei uns gepasst hat, das führt zu einem blanken Unsinn. Das wird geradewegs so töricht sein, wie wenn man eine Quelle zugeschüttet hat, allein nur weil man bereits ausreichend Wasser aus ihr geschöpft haben wird. Wer hat so etwas gebraucht?

Impuls

Im Glauben bestehen

Ein Logos des christlichen Menschen vereint meines Wissens Gerechtigkeit mit der Strenge ihrer Vorgabe und Güte mit Hingebung zu einer Annahme des Menschen. Da führt das Geschehen im Leben zu Glaube, Liebe und Hoffnung beim Menschen. Sie werden unerschöpflich sein und stellen darum eigentliche Tugenden dar. Dabei soll kein Mensch der Richter eines anderen sein. Keineswegs wäre der Mensch dazu zu verpflichten, sich anders seinen Mitmenschen zu widmen als freimütig. Der Glaube an ein solches Prinzip währe ewiglich, er wendet sich dem Menschen im Einzelnen zu und bindet ihn ein. Ein menschlich-irdisches Denken müsste sich einen Zugang dazu nicht erst erwerben, so zu bestehen, denn sonst wäre alles bei uns in Gefahr. Es geht im Leben vielmehr um eine Anerkennung des Gegebenen. Dabei führt alles von sich aus schon zum wahren Weg. Mensch zu sein, das hat man zu erlernen, aber die Lektionen dorthin sollen von einer einfachen Art sein. Sie umzusetzen, das sei bar aller falschen Konsequenz, weil sich der Mensch nicht in das verstricken könnte, was ihn gefestigt, gehalten und lebendig gemacht hat. Vielmehr wird es ihn stärken, fördern und durch manches Vertrauen in die eigene Sache auf den richtigen Weg bringen, dass er so existent ist, wie er erscheint.

Idee

Unfug

Das, was ein Lebensglück ausgemacht hat, sollte man nicht aufs Spiel setzen.