Vorspannung

Gedanke

Vorspannung im Alltag

Jeder Mensch bringt eine gewisse energetische Konstellation mit sich, wenn er sich auf den Weg gemacht hat und eine Aufgabe erfüllen möchte. Da gehen ihm gewisse Gedanken durch den Kopf und es werden von ihm mit Sicherheit auch solche Momente wahrgenommen, wie er sie von sich aus an sich trägt.

Im Bewusstsein dessen, was an uns wirksam ist, macht man sich damit vertraut, was Schneider als die Vorspannung bezeichnet hat. Ehe ein Geschehnis eingetreten ist, tragen wir schon eigene Spannungen an uns, ohne dass wir die betreffende Sache auch nur angesehen haben.

Eine Vorspannung soll nun aber gerade eine physikalische Komponente des Menschen sein. Darum würde der Begriff einer Erwartung hierfür nichtzutreffend sein. Es wird keine mentale Konnotation allein sein, was sie verursacht hat. Da nehmen wir sie zur Kenntnis, da sie ja bei uns vorhanden sein wird. So kommt sie vor und so ist sie auch zu vernehmen.

Schneider hat gedacht, dass die Fragestellung, wie es jemandem geht, näherungsweise mit einem Interesse für die Sachlage einer energetischen Konstellation am Menschen einhergeht. Freilich darf und kann das so sein.

Je mehr ein Mensch in sich aktiv sein wird, also Veränderungen bei sich anzustoßen versucht, desto stärker wird es ihn aufladen. Da erhöht sich dessen innerer Spannungswert. Aber ein solcher löst sich auch bald wieder auf. Dann tritt der bekannte Jo-Jo-Effekt ein. Er verkörpert ein wunderbares Naturprinzip. Dank ihm können sich die Energiearten zueinander in einem gewissen Rhythmus ergänzend austauschen. Auf ein sich Lösen folgt darum wieder ein sich Verspannen.

Idee

Eine neutrale Auswirkung

Die Naturerscheinungen sind in der Regel konkret. Das soll bedeuten, dass sie sich auswirken und darum vorkommen. Da wandelt sich das Ganze und bleibt doch zum Teil so, wie es zuvor auch schon gewesen ist.

Was hat es damit auf sich? - Nun, eine Auswirkung tritt auch in einem Gleichgewichtszustand auf. Da wandelt sich das eine in gleichem Maße in das andere um, wie auch die Rückreaktion äquivalent ausfällt. Man meint, dass keine Wirkung vorhanden sein wird, hat damit aber Unrecht.

Ausgehend von der Annahme, dass eine Stabilisierung einer gegebenen Situation günstig für den lebendigen Organismus sein wird, richten wir uns bereitwillig darauf aus, unseren Gewohnheiten zu folgen. Da haben wir dementsprechende Vorlieben für uns entwickelt und möchten sie erfüllt haben. Das macht die Beständigkeit eines Menschen aus, dass er sich zu geben weiß, was er gebraucht hat.

Mancher hat der Gewohnheit eine Macht zugeschrieben, andere haben sie sogar verteufelt. Doch des einen Freud ist des anderen Leid.

Kommt man zu der Einsicht, dass auch das Ändern der Gegebenheiten eines Daseins eine Gewohnheit darstellen kann, wird man einen Schlüssel dazu eignen, zwischen verschiedenen Aspekten einer Gewohnheit zu unterscheiden. Da lassen wir unsere Eigenschaften Revue passieren und bewerten sie einmal eingehend gemäß diesem Gesichtspunkt. Haben unsere Gewohnheiten zu unserer Beständigkeit etwas Gutes beigetragen? - Das sollen wir uns da bitte gerne fragen.

Nachdem wir eine gewisse Routine für uns festgemacht haben, wie wir unsere Gewohnheiten bewerten möchten, dürfen wir sie auch wirklich unserer Persönlichkeit zugestehen. Sie sind ein Anteil von ihr und wir möchten das annehmen, wie es ist. Das wäre eine bewusst gewählte Handlung. Ihr neutraler Charakter besteht fort, wenn wir auch weiterhin das so belassen, wie es vorgekommen ist.

Idee

Eigen- und Fremdresonanzen

Die Naturerscheinung einer Resonanz ist in gewisser Weise lokal gebunden und versetzt einen Körper aufgrund dessen Unabhängigkeit zur Umgebung in eine Eigenschwingung. Woher sie das Vermögen dazu erhalten hat, bräuchten wir nicht zu verstehen, weil die Natur dieses Phänomen einfach mit sich bringt. Mit Natur meint der Autor hier die stofflich vorhandene Welt. (Prakriti) Ihre passive Eigenschaft macht es möglich, dass sie erscheint. Sie behält diese Eigenschaft unterdessen bei, wodurch ihre Passivität bereits erklärt ist.

Eine Eigenresonanz wird auch als eine natürliche Schwingung angesehen. Sie kann jedwede Frequenz haben, insofern das zur Form und zur Art der materiellen Ausprägung einer Substanz gepasst hat.

Eine Fremdresonanz ist demgegenüber eine zur Eigenresonanz zusätzliche Resonanz eines weiteren Elementares. (Der Einfachheit der Schrift hier gemäß bezeichnen wir Elementare und resonanztragende Körper äquivalent mit beiden Begriffen. Der Beweis der Richtigkeit davon wäre noch zu erbringen.)

Impuls

Den Fokus auf neutrale Elemente legen

Das Handlungsvermögen eines Menschen soll durch eine Erhaltung seiner Konstitution gestärkt werden. Darum zielt die Selbsterziehung darauf ab, die Konstitution eines Menschen zu durchleuchten, um sie zu verstehen. Dazu wendet man empirische Untersuchungen auf sich an. Das soll bedeuten, dass man auswertbare Vorstellungen der Wertigkeiten einer menschlichen Konstitution erzeugt, indem man das Handeln eines Menschen beobachtet.

Unterdessen können wir entweder die aktiven, einer Veränderung unterworfenen Anteile des Daseins betrachten oder uns auch die Eigenschaften der stabilen, kaum einer Wandlung zugänglichen Anteile klarmachen.

In der Regel beachten wir das Geschehen einer Situation ohne bewusste Gedanken dabei zu haben. Darum fällt es uns leicht, die Veränderungen einer Sache wahrzunehmen. Doch möchten wir das Prinzip der Konstitution eines Menschen ergründen, so bedürfen wir auch der Kenntnisse zu den sich kaum wandelnden Anteilen seiner Person.

Gedanke

Eine Auswirkung und ihr neutrales Pendant

Der Anteil am Leben, der von den Menschen als lebendig angenommen wird, soll der sich bewegende sein. Doch im strengen Wortsinn gibt es keinen solchen Anteil, welcher bewegt ist und zugleich lebendig genannt werden darf. Es ist vielmehr so, dass die stille Ruhe eine Kraft am Menschen freisetzt. Das Verhältnis des Menschen zu ihren Emanationen soll es sein, was die Spannkraft aber auch die Bewegungsfähigkeit eines Menschen nach sich zieht.

Idee

Das innere Bild und dessen Widerschein

Eine stofflich-strukturelle Phänomenologie hat das Leben in der Welt enthalten aber auch erhalten. Sie bezeichnen wir aktuell als die Natur. Wir gehen vom Zustand der Fortpflanzung aus, denn im Begriff 'Natur' ist das Wort 'natus' in seiner passiven Deklination enthalten. Es bedeutet, dass man geboren ist.

So hat der Mensch das Leben von sich ausgehend zu verstehen versucht. Er ist geboren, aber was bedeutet das? - Ein partiell kleiner Anteil des Menschen, aber ausgerechnet jener, welcher ihn biologisch hervorbringt, ist da vom Leben immerzu weitergereicht worden. Diese Kette bricht allein nur nach hinten hin, also in die Zukunft gerichtet, ab, wenn sie es überhaupt macht. Da hat der Mensch einen Schatz an sich getragen, welchen er zur vollen Blüte erheben darf.

Dokumentation

Eine Unbilligkeit der Vorzeichen und Anzeichen

Man soll es den Auguren überlassen, was am Flug der Vögel auszulesen sein wird. Genau so sollen es wir Menschen machen. Da raten wir uns das Richtige! - Wer aber seine Gedanken für jeden Schabernack bereithält, der fällt auch auf einen solchen herein. Dafür Belege anzubringen, scheint hinfällig zu sein.

Wenn es schon von uns gefordert worden ist, dass wir unseren Verstand verwetten, dann sollen wir das auf eine brauchbare Weise tun. Da sprechen wir von einer Gesamtsituation, in welcher eine Kombination des Gegebenen dazu geführt hat, was zeitgleich geschehen ist. Was anderes als das hat zurecht Bestand?

Idee

Der passive Weg des Verstandes

Der Mensch bemerkt es an sich, wenn er etwas richtig verstanden hat. Da kann er denken, was er möchte. Das ist wahr.

Dokumentation

Der aktive Weg der Enthaltung

Zuweilen hat die Welt den Menschen verwirrt. Da ist er aufgestanden und fortgegangen. Mit vielen anderen Menschen hat er darum gesprochen, weil er ihnen auf seinen Wegen begegnet ist. Da haben ihn die damit verbundenen Eindrücke an Erfahrungen reicher gemacht. Aber auch weiterhin hat die Welt ihre Eigenschaften beibehalten und sich auch so auf das Dasein von uns Menschen ausgewirkt. Da sind wir zu jeder Zeit im Hintertreffen, wenn es darum geht, sich vor der Welt zu schützen.

Aus diesem Grund enthält sich der Weise, wenn andere über Kreuz miteinander sind. Ohne den einen zu belohnen kann man keinen anderen tadeln. Da möchte er nicht wie die Welt sein, wegen der das alles so gekommen ist.

Er denkt sich seinen Teil oder vielleicht hat er das auch nicht getan. Auf jeden Fall hat auch er keine Lösung für das Ganze gefunden. Darum ist er Weise geworden, weil er seine Grenzen eingehalten hat. Das Leben hat es für ihn mit sich gebracht, ohne dass er etwas anderes dafür getan hat, als es alle anderen Menschen auch tun.

Impuls

Von der wahren Größe eines Menschen

Der Mensch besteht als solcher im Leben dank der ihm zu eigenen Größe. Eine solche wird von manchem jedoch in Zentimetern gemessen. Da hat sie keine Proportion mehr zu eigen.

Doch was soll die Größe eines Menschen sein? Ja, welche Größenordnung hat das menschliche Leben? - Darauf kann man nach reiflicher Überlegung eine einfache Antwort geben. Der Mensch besteht als Mensch und sonst nicht. Die Größenordnung seiner Dimension ist also die menschliche. Was wir als Menschlichkeit angesehen haben, das macht sie aus.

Dokumentation

Qi-Gong oder die Kunst, eine Fremdresonanz zu aktivieren

Das Aktivieren einer Fremdresonanz setzt voraus, dass wir still sind. In Ruhe können wir uns mit dem Gegebenen verständigen. Dazu nutzen wir die Schnittstellen, welche es wirklich dafür gibt.

Was für einen Funker die Antennen sind, mit welchen er die Signale der Umgebung einfängt und eigene Signale an die Umgebung aussendet, das sollen für einen Adepten des Yoga die Gegenstände überhaupt sein. Da soll es gleichwertig sein, welchen Aussehens oder welcher Art ein Gegenstand wäre.

Gegenstände bewegen Gegenstände! - Diesem Prinzip folgt auch der sogenannte Praktizierende und hält die klingenden Qi-Gong-Kugeln in Händen.

Deren Eigenschaft ist eine Haptik aber auch ein Gewicht. Sehen können wir sie auch. In ihnen befindet sich eine Glocke. Da bringen unsere Bewegungen dieselbe zum Ertönen.

So ist die Qi-Gong-Kugel symptomatisch das zurecht gegebene Beispiel für das Wesen der Natur. Ihre Erscheinungsweise ist die einer direkten Reaktion.

Impuls

Das Beliebige auslöschen

Viele Wege führen ins Ungewisse, doch allein nur ein Weg wird der richtige sein.

Dokumentation

Das Wesen der Resonanz

Der Mensch sammelt Erfahrungen im Leben und wertet sie aus. Dabei hat er das Wesen seiner eigenen Natur zu verstehen und aus seinem Bedenken des Gegebenen herauszuhalten. Erst dann, wenn er sich davon freigemacht hat, wer er ist, sieht er die Wahrheit davon, was da vorkommt und da ist.

Gleiches gilt für das Naturprinzip einer Resonanz. Erst dann, wenn wir still gewesen sind, können wir eine Ruhe um uns herum vernehmen.

Idee

Versorgung als Lebensprinzip

Im Kleinen ist jeder einzelne Mensch ein Schöpfer von Lebensspenden. Da kochen wir die Lebensmittel und stellen ein Essen her. Das damit verbundene Handeln macht den Menschen aus. Es bestimmt über sein Schicksal mit, ob er das Erforderliche tun kann oder ob er das nicht tun können würde.

Dokumentation

Das fremde Ich

Wo Licht ist, dort ist auch manch ein Schatten zu finden. So haben wir Menschen es gelebt, dass wir einen Namen verliehen bekommen haben. Aber dieser entspringt einem Wunsch und soll unser Wesen prägen. Da verbleiben weitere, dazu zusätzliche Anteile am Menschen. Solche sind zuweilen nicht so gut von den eigenen Eltern gestellt worden, wie das vielleicht für sie erforderlich gewesen ist.